Wien/Vösendorf (OTS) – Was bei Hund und Katze zum tierärztlichen
Alltag gehört, ist bei
Kaimanen ein aufwendiger Sondereinsatz. Vor Kurzem wurden die beiden
Kaimane im Tierschutzhaus Vösendorf von Tierschutz Austria/Wiener
Tierschutzverein medizinisch untersucht. Dabei wurden unter anderem
Ultraschalluntersuchungen durchgeführt und Blutproben genommen, um
den Gesundheitszustand der Tiere zu überprüfen. Fachlich begleitet
wurde der Einsatz von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und
der Krokodilexpertin Rossana Mangione.
Regelmäßige Kontrollen sind auch bei den exotischen Schützlingen
ein fester Teil der tiergerechten Versorgung. Sie sollen
gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkennbar machen, damit
rechtzeitig reagiert werden kann. Gerade bei Tieren, die Krankheit
und Schmerz lange verbergen, ist dieser Blick ins Innere
entscheidend.
Die beiden Krokodile – sie werden bis zu 1,60 Meter lang – kamen
nach einer Scheidung ins Tierschutzhaus. Ein geeignetes Quartier für
beide zu finden, ist sehr schwer. Deshalb suchen sie Patinnen und
Paten für Futter, Haltung und Untersuchungen. Eine Patenschaft gibt
es schon ab 25 Euro im Monat.
„ Exotisch heißt nicht anspruchslos “, so Stephan Scheidl von
Tierschutz Austria. „ Unsere Kaimane brauchen dieselbe Sorgfalt wie
jeder andere Patient im Haus: fachkundige Untersuchung,
Verlaufskontrolle und Menschen, die wissen, worauf sie achten müssen.
“
Patenschaftslink von Schnappi und Pancho
Fotos (honorarfrei)
Tierschutz Austria – Wiener Tierschutzverein | Flickr