Wien (OTS) – „Wer will, dass Menschen länger arbeiten, muss auch
dafür sorgen,
dass sie länger Arbeit haben“, sagt ÖGB-Bundesgeschäftsführerin
Helene Schuberth. Dafür brauche es vor allem eines: Arbeitsplätze,
auf denen Menschen gesund bis zur Pension arbeiten können – und echte
Chancen für ältere Arbeitnehmer:innen. Das gilt insbesondere für
ältere Frauen, deren Arbeitslosigkeit derzeit stärker steigt, während
gleichzeitig ihr Pensionsantrittsalter angehoben wird.
„Es kann nicht sein, dass Betriebe ältere Beschäftigte nicht mehr
einstellen oder ihnen mit 50 oder 60 keine Chance mehr geben und die
Verantwortung dafür anschließend bei den Arbeitnehmer:innen gesucht
wird“, so die ÖGB-Bundesgeschäftsführerin.
„Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen. Ein Bonus-Malus-
System kann dabei helfen: Betriebe, die ältere Beschäftigte halten
und einstellen, sollen belohnt werden. Wer hingegen kaum ältere
Menschen beschäftigt, muss einen finanziellen Beitrag leisten. So
schaffen wir Anreize, damit längeres Arbeiten nicht nur gefordert,
sondern auch tatsächlich möglich wird“, so die Gewerkschafterin.
Der ÖGB fordert:
– Unterstützung für Unternehmen, die Ältere beschäftigen.
– Ausgleichszahlungen für Betriebe, die Älteren keine Chance geben
und die Kosten dafür der Gesellschaft überlassen.
„ Wer Verantwortung übernimmt, wird belohnt. Wer Menschen in die
Arbeitslosigkeit schiebt, soll dafür zahlen“, so Schuberth
abschließend.
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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