Wien (OTS) – „Daten, die der Verwaltung bereits vorliegen, sollten
Unternehmen
nicht mehrfach melden müssen. Der konsequente Ausbau des Once-Only-
Prinzips ist daher ein zentraler Schritt für weniger Bürokratie,
schnellere Behördenverfahren und eine moderne Verwaltung“, begrüßt
Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ), die heute vorgestellte Initiative der Bundesregierung zum
Ausbau des Digital Austria Data Exchange (dadeX). Mit dem geplanten
Ausbau von dadeX zur zentralen Datenmanagement-Infrastruktur sollen
bestehende Register und Datenquellen besser vernetzt und
Mehrfachmeldungen vermieden werden. Davon profitieren insbesondere
Unternehmen – durch einfachere Förderabwicklungen, effizientere
Verfahren und eine spürbare Entlastung bei administrativen
Verpflichtungen. „Das Once-Only-Prinzip ist seit Jahren eine zentrale
Forderung der Wirtschaft – und es funktioniert bereits in der Praxis.
Jetzt gilt es, diese Ansätze konsequent zu skalieren“, so Danninger.
Die WKÖ setzt das Once-Only-Prinzip bereits erfolgreich in der
Praxis um und zeigt damit das große Potenzial einer intelligenten
Datennutzung. So werden Lehrlingsdaten automatisiert an die
Finanzverwaltung übermittelt, wodurch österreichweit bis zu 100.000
Lehrlinge und ihre Familien von weniger Bürokratie und einer
durchschnittlichen Zeitersparnis von rund 30 Minuten pro Fall
profitieren. Auch bei Befähigungs- und Meisterprüfungen werden
Nachweise über bestehende Registerlösungen digital für Behörden
bereitgestellt. Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger müssen
entsprechende Dokumente nicht mehr selbst einbringen. Allein über die
Schnittstelle zur Gewerbeinformationsplattform wurden 2025 bereits
mehr als 60.000 Behördenabfragen automatisiert abgewickelt.
Keine neuen Meldepflichten schaffen
Wesentlich sei nun die konkrete Umsetzung. „Entscheidend ist,
dass der Ausbau der Dateninfrastruktur tatsächlich zu weniger
Bürokratie führt und nicht zu neuen Meldepflichten für Unternehmen.
Digitalisierung muss Vereinfachung bedeuten“, betont Danninger. Die
WKÖ wird die weitere Ausgestaltung konstruktiv begleiten und ihre
Praxiserfahrungen aktiv in die Entwicklung neuer Anwendungsfälle
einbringen.
„Wenn bestehende Daten konsequent genutzt und Verwaltungsprozesse
weiter vereinfacht werden, profitieren Unternehmen, Verwaltung und
letztlich der gesamte Standort Österreich. Diesen Weg gilt es
gemeinsam konsequent weiterzugehen“, so Danninger abschließend. (
PWK303/NIS)