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„WELTjournal / WELTjournal +: „Lula – Brasiliens Ikone“ und „Amazonas – Bäume statt Regenwald“

Wien (OTS) – Das „WELTjournal“ zeigt am Mittwoch, dem 30. September
2026, um 22.30
Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die Reportage „Lula – Brasiliens Ikone“.
Im „WELTjournal +“ folgt um 23.25 Uhr „Amazonas – Bäume statt
Regenwald“.

WELTjournal: „Lula – Brasiliens Ikone“

Brasiliens legendärer Präsident Luiz Inácio Lula da Silva könnte
bei den kommenden Präsidentschaftswahlen für eine vierte Amtszeit
gewählt werden. Lula liegt in den Umfragen vor seinem Herausforderer
Flávio Bolsonaro, dem Sohn des wegen Putschversuchs verurteilten
früheren Präsidenten Jair Bolsonaro. Das „WELTjournal“ beleuchtet
Lulas politische Biografie und spannt den Bogen von seiner Kindheit
in ärmlichsten Verhältnissen, über seine prägende Rolle als
Gewerkschaftsführer während der Militärdiktatur, bis hin zu den
dramatischen Wendepunkten der jüngeren Vergangenheit: Lulas
Verurteilung im Rahmen eines umstrittenen Korruptionsprozesses, seine
vollständige Rehabilitierung durch das Oberste Gericht und seine
Rückkehr ins höchste Amt des Staates. Wegen seines beständigen
Kampfes gegen die massive soziale Ungleichheit gilt er als Ikone der
Armen. Seine Biografie spiegelt die Geschichte Brasiliens über mehr
als sieben Jahrzehnte, in der das größte Land Südamerikas zwischen
Diktatur und Demokratie, zwischen reformorientierten Linken und
wirtschaftslibertären Rechten und zwischen Modernisierung und
weitverbreiteter Armut schwankte. Gestaltung: José Bourgarel

WELTjournal +: „Amazonas – Bäume statt Regenwald“

Die riesigen Wald- und Flussgebiete des Amazonas in Brasilien
spielen eine wichtige Rolle im globalen Klimasystem – und sie sind
gefährdeter denn je. Abholzung, illegaler Bergbau, Brandstiftung und
Dürren bedrohen den Regenwald ebenso wie industrielle Monokulturen,
etwa Eukalyptus-Plantagen zur Zellstoff- und Papierproduktion.
„WELTjournal +“ begibt sich auf Lokalaugenschein und zeigt, wie
Monokulturen die biologische Artenvielfalt verdrängen, die Böden
austrocknen und den Lebensraum indigener Völker beschneiden. Außerdem
befeuern sie Waldbrände – ein Problem, das auch in Portugal und
Spanien besteht. Die allgemein beliebten, von Politik, Wirtschaft und
NGOs initiierten Baumpflanzaktionen und Aufforstungsprojekte fürs
Klima tragen ebenfalls zu weiteren Monokultur-Plantagen bei und
gelten aus wissenschaftlicher Sicht als wenig zielführend. Und auch
CO2-Kompensationszahlungen für Flüge sind höchst umstritten, wenn
damit Bäume in Monokulturen gepflanzt werden. Gestaltung: François-
Xavier Drouet