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FPÖ – Hammerl: „EU ruft bereits zum Energiesparen auf – Österreich nur mit rund 68 Prozent Speicherfüllstand“

Wien (OTS) – Die EU-Kommission reagiert auf die angespannte Lage am
Gasmarkt und
fordert die Mitgliedsstaaten auf, ihren Energieverbrauch weiter zu
reduzieren. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Energieminister
dazu aufgerufen, zusätzliche Maßnahmen zur Senkung des Gas- und
Stromverbrauchs zu prüfen. Hintergrund sind das knappe weltweite
Gasangebot, hohe Preise und die deutlich niedrigeren europäischen
Speicherstände vor dem Winter. „Das ist eine völlig andere Botschaft
als jene, die ÖVP-Energieminister Hattmannsdorfer seit Wochen in
Österreich verbreitet. Er betont laufend, unsere Speicher seien gut
gefüllt und für den kommenden Winter sei keine Versorgungskrise zu
erwarten. Gleichzeitig bereitet Brüssel die Mitgliedsstaaten bereits
darauf vor, ihren Gas- und Stromverbrauch zu reduzieren“, sagte heute
FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl.

Europa startet mit nur rund 70 Prozent Speicherfüllstand in die
Heizperiode und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Österreich kommt derzeit auf rund 68 Prozent. Das Saisonhoch dürfte
damit praktisch erreicht sein. Mit Beginn der Heizperiode ist damit
zu rechnen, dass wieder mehr Gas ausgespeichert als eingespeichert
wird und die Füllstände zurückgehen. Zudem bedeute ein
österreichischer Speicherstand von 68 Prozent nicht, dass diese
Gasmenge Österreich zur Verfügung stehe. „Nur weil Gas in Österreich
liegt, gehört es noch lange nicht dem österreichischen Markt. Große
Mengen gehören internationalen Händlern und können in ganz Europa
eingesetzt werden. Der reine Speicherstand sagt daher wesentlich
weniger über unsere Versorgungssicherheit aus, als Hattmannsdorfer
glauben machen will“, erklärte Hammerl.

Der FPÖ-Energiesprecher bekräftigte seine Forderung, dass sich
die schwarz-rot-pinke Regierung auf EU-Ebene für eine Nutzung des in
den Regeln zum Ausstieg aus russischem Gas vorgesehenen
Krisenmechanismus einsetzen solle. Dieser ermöglicht eine Aussetzung
der Importbeschränkungen. Gleichzeitig sprach sich Hammerl für einen
Ausbau der heimischen Gasförderung aus. „Wenn die EU Ende September
bereits Maßnahmen zur Senkung des Gasverbrauchs vorbereitet, muss die
Bundesregierung endlich aktiv werden, und dafür sorgen, dass
Österreich durch einen langen und kalten Winter kommen kann. Einfach
immer wieder auf den Speicherstand zu verweisen, ist da zu wenig“,
betonte Hammerl.