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Vom Plan zur Umsetzung: Umbaustart für das Haus für Kinderkultur in Floridsdorf

Wien (OTS) – Im November 2023 wurden die Pläne für das künftige Haus
für
Kinderkultur unter Beteiligung von Bürgermeister Michael Ludwig
erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Nun wird aus der damals
vorgestellten Vision ein konkreter Ort: Mit einem gemeinsamen
Fototermin markierten Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin
Barbara Novak, Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina
Emmerling, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler sowie Vertreter*
innen des Bezirks, der Wien Holding, der ARWAG und der künftigen
Nutzer*innen den Beginn der Umbauarbeiten.

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Floridsdorf wird ein ehemaliges
Bürogebäude umfassend saniert und zu einem modernen Kultur- und
Bildungsort für Kinder weiterentwickelt. Auf rund 3.500 Quadratmetern
Nutzfläche entstehen ein zweiter Standort des ZOOM Kindermuseums und
ein neues Zentrum für Kinderliteratur. Die künftige Adresse des
Hauses lautet Rechte Nordbahngasse 3.

„Mit dem Haus für Kinderkultur bauen wir an der Zukunft Wiens. Denn
die Zukunft unserer Stadt beginnt bei unseren Kindern – bei ihren
Träumen, ihren Talenten und ihren Chancen. Hier entsteht mit der
Kraft vieler ein Ort, der jedes Kind willkommen heißt, Neugier weckt
und Mut macht, die Welt selbst mitzugestalten. Genau das ist unsere
politische Verantwortung: heute gemeinsam und klimagerecht zu
handeln, damit auch zukünftige Generationen in Wien ihren Weg gehen
können“, so Barbara Novak, Vizebürgermeisterin und Stadträtin für
Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales.

Zwtl.: Ein offener Ort für Kinder, Familien und Bildungseinrichtungen

Das Haus für Kinderkultur soll Kindern und Jugendlichen einen
spielerischen, interaktiven und altersgerechten Zugang zu Kunst,
Literatur, Medien und Wissenschaft ermöglichen. Mehrsprachigkeit,
Inklusion, Diversität und kulturelle Teilhabe bilden zentrale
Grundlagen des künftigen Angebots. Das Haus wird damit zu einem Ort
des Empowerments, der Offenheit und des Willkommenseins für Kinder
aus unterschiedlichen sozialen, sprachlichen und kulturellen
Lebensrealitäten. Schulen, Kindergärten, Einrichtungen der
außerschulischen Jugendarbeit, Familienzentren und Vereine werden als
Besucher*innen mitgedacht. Gemeinsame Flächen sollen außerdem den
Austausch fördern.

„Unser Ziel ist ein Wien, in dem Kinder ihre Stadt mitgestalten
und unabhängig von ihrer sozialen oder sprachlichen Herkunft Zugang
zu hochwertigen Bildungs- und Kulturangeboten haben. Dafür braucht es
innovative und niederschwellige Formate. Nicht nur in Schulen und
Kindergärten, sondern auch dort, wo Kunst, Literatur und Wissenschaft
vermittelt und gemeinsam erlebt werden. Genau dafür steht das neue
Haus für Kinderkultur“, so Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und
Stadträtin für Bildung, Jugend, Integration, Transparenz und Märkte.

Zwtl.: Kultur als Investition in die Zukunft

Mit dem Haus für Kinderkultur entsteht ab Ende 2028 ein
hochwertiges kulturelles Angebot in einem der größten,
bevölkerungsreichsten und jüngsten Bezirke Wiens.

„Kinder spielerisch für Kultur und Wissenschaft zu begeistern und
ihre Freude am Lesen zu wecken, ist eine der besten Investitionen in
die Zukunft. Kultur schafft Räume, in denen Kinder erfahren, dass sie
die Welt durch Kreativität, Neugierde und Fantasie mitgestalten
können. Mit dem Haus für Kinderkultur in Floridsdorf wird aus dieser
Idee nun ein konkreter Ort: Das ZOOM Kindermuseum und das Zentrum für
Kinderliteratur verbinden Kunst, mehrsprachiges Lesen, Forschen und
Entdecken unter einem Dach. So entsteht ein offener, lebendiger Raum,
der kulturelle Teilhabe in allen Bezirken stärkt und ein starkes
Zeichen dafür setzt, dass Wien gezielt in die nächste Generation und
in ihre Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben investiert“,
freut sich Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und
Wissenschaft.

Durch die Lage unmittelbar am Bahnhof Floridsdorf ist das Haus mit
öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar, für Familien
aus Floridsdorf und Donaustadt ebenso wie für Besucher*innen aus ganz
Wien und darüber hinaus.

„Floridsdorf ist ein junger und familienfreundlicher Bezirk mit
zahlreichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Das Haus für
Kinderkultur ergänzt dieses Angebot auf besondere Weise. Seine Lage
am Bahnhof Floridsdorf und die gute Verbindung zur Donaustadt machen
es zu einem wichtigen Impuls für die Kinderkultur im gesamten Norden
Wiens“, so Georg Papai, Bezirksvorsteher von Floridsdorf.

Zwtl.: Ressourcenschonender Umbau statt Neubau

Das Haus für Kinderkultur entsteht nicht als Neubau auf einer
bislang unversiegelten Fläche. Stattdessen saniert und entwickelt die
ARWAG, an der auch die Wien Holding beteiligt ist, ein bestehendes,
Ende der 1990er-Jahre errichtetes Bürogebäude weiter. Der Entwurf von
Kuehn Malvezzi Architects folgt konsequent dem Prinzip der
Ressourcenschonung: Das Betonskelett bleibt erhalten, wodurch ein
wesentlicher Teil der im Gebäude gespeicherten „grauen Energie“
weitergenutzt wird. Sogenannte „Graue Energie“ bezeichnet die gesamte
Energie, die für Herstellung, Transport, Einbau und Entsorgung von
Baumaterialien benötigt wird. Durch die Sanierung und
Weiterverwendung bestehender Gebäude kann diese Energie eingespart
werden.

Eine thermische Sanierung, neue Fenster, Photovoltaik am Dach, eine
modernisierte Gebäudetechnik und eine neue farbige Keramikfassade
ergänzen das durchdachte Gesamtkonzept. Damit wird ein bereits
versiegelter und hervorragend öffentlich angebundener Standort
ressourcenschonend weiterentwickelt und einer neuen öffentlichen
Nutzung zugeführt.

„Das Haus für Kinderkultur zeigt beispielhaft, wie die Unternehmen
der Wien Holding wirtschaftliche Verantwortung mit einem konkreten
Mehrwert für die Wiener*innen verbinden. Hier wird ein bestehendes
Gebäude nachhaltig weiterentwickelt und zugleich eine wichtige
soziale und kulturelle Infrastruktur für kommende Generationen
geschaffen. Projekte wie dieses stärken Wien langfristig als
lebenswerte und zukunftsfähige Stadt“, so Oliver Stribl,
Geschäftsführer der Wien Holding.

Nach den im Zuge der Projektvorstellung 2023 präsentierten
Berechnungen reduziert die Anpassung des Bestands den CO₂-Fußabdruck
gegenüber einem Neubau um rund 50 Prozent. Dadurch sollen rund 600
Tonnen CO₂ eingespart werden.

„Dieser außergewöhnliche Kulturbau zeigt, welches Potenzial in der
klugen Weiterentwicklung bestehender Gebäude liegt. Indem wir die
tragende Struktur erhalten, sparen wir Material, nutzen die
vorhandene graue Energie und vermeiden rund 50 Prozent der
Emissionen, die mit einem Neubau verbunden wären. Gleichzeitig
entsteht ein Haus mit großer sozialer Wirkung; ein Ort, an dem Kinder
Kultur aktiv erleben können“, so Thomas Drozda und Christian Raab,
Vorstandsdirektoren ARWAG Holding – Aktiengesellschaft.

Zwtl.: Kindermuseum und Kinderliteratur unter einem Dach

Der zweite Standort des ZOOM Kindermuseums wird Kindern und
Familien interaktive Begegnungen mit Kunst, Kultur, Medien,
Wissenschaft und Forschung ermöglichen. Kreativ-, Atelier- und
Laborangebote sollen zum gemeinsamen Entdecken, Experimentieren und
Gestalten anregen. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Kinder in ihrer
Selbstwirksamkeit zu stärken und mit dem Angebot an ihre
unterschiedlichen Lebensrealitäten anzuknüpfen.

„Die zentrale Aufgabe des ZOOM Kindermuseums ist es, für Kinder und
ihre erwachsenen Begleitpersonen da zu sein, egal woher sie kommen,
welche Muttersprache sie sprechen und wo sie leben.
Niederschwelligkeit und Offenheit in den Angeboten sind dabei
wichtige Anliegen, um unsere Besucher*innen willkommen zu heißen. Mit
dem zweiten Standort entsteht – gemeinsam mit dem Kinderliteraturhaus
– ein zeitgemäßer, lebendiger Ort der Begegnung, der Kinder zur
aktiven Teilhabe, zum Fragenstellen und zum freien Experimentieren
und Spielen einlädt. “ Andrea Zsutty, Direktorin ZOOM Kindermuseum.

Das neue Zentrum für Kinderliteratur richtet sich an Kinder, die
bereits gerne lesen, ebenso wie an jene, die bisher noch wenig Zugang
zu Büchern und Geschichten gefunden haben. In Veranstaltungs- und
Kreativräumen sowie auf großzügigen Ausstellungsflächen stehen der
Spaß am Lesen, Vorlesen, Schreiben, Diskutieren und am eigenen
kreativen Gestalten im Mittelpunkt. Bücher und Geschichten in
unterschiedlichen Sprachen sollen Fantasie, Spracherwerb, Empathie
und eigenständiges Denken fördern.

„Literatur soll hier nicht aus der Distanz vermittelt, sondern
gemeinsam erlebt werden. Wir möchten Kindern zeigen, wie viel Freude
in Büchern, Texten und Bildern steckt, und einen offenen Ort
schaffen, an dem Lesen, Schreiben und eigene Kreativität miteinander
verbunden werden“, so Stefanie Schlögl, Geschäftsführung kidlit
medien GmbH.

Zwtl.: Gemeinsames Dach für Kinderkultur

Die Kultur Raum Wien GmbH fungiert als Trägergesellschaft und
organisatorisches Dach des künftigen Hauses. Sie verantwortet die
kulturelle Grundpositionierung und begleitet die Sanierung und den
Umbau.

„Mit dem Umbaustart nimmt das gemeinsame Haus nun auch nach außen
sichtbar Gestalt an. Als organisatorisches Dach schaffen wir die
Voraussetzungen dafür, dass sich neue Formen der Zusammenarbeit im
Zeichen der Kinderkultur entwickeln können. So entsteht ein offener
und lebendiger Ort der Begegnung und ein sozialer Treffpunkt, an dem
sich Kinder und Familien willkommen fühlen und Kultur in ihrer ganzen
Vielfalt erleben und sich austauschen können“, so Martina Taig,
Geschäftsführung Kultur Raum Wien GmbH.

Mit dem Haus für Kinderkultur entsteht ein weit über die Grenzen des
21. Wiener Gemeindebezirks hinaus bedeutender Ort für Kinder, Bildung
und kulturelle Teilhabe. Das Projekt verbindet soziale Wirkung mit
nachhaltiger Stadtentwicklung und macht aus einem ehemaligen
Bürogebäude ein Haus für die Zukunft der Kinder.

ARWAG zeichnet als Bauherrin für die umfassende Sanierung und
Weiterentwicklung des Gebäudes sowie für Baubetreuung und Verwertung
verantwortlich. Die Generalunternehmerleistungen werden von der
Swietelsky AG durchgeführt, die im Zuge des Vergabeverfahrens gemäß
BVergG als Generalunternehmerin ausgewählt wurde.

Zwtl.: Über die ARWAG

Die ARWAG Holding-Aktiengesellschaft, an der auch die Wien
Holding beteiligt ist, steht seit 1990 für die Entwicklung von
leistbarem und nachhaltigem Wohnraum in Wien und darüber hinaus:
sozial, ökologisch und innovativ. Als Full-Service-
Immobiliendienstleister begleitet ARWAG den gesamten Lebenszyklus
einer Immobilie: von der Projektentwicklung und Planung über die
Umsetzung bis hin zu Verwertung, Verwaltung, Hausbetreuung und
Energiedienstleistungen.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit bilden dabei zentrale
Leitlinien des unternehmerischen Handelns. Bis heute hat die ARWAG
mehr als 185 Objekte mit einer Gesamtnutzfläche von über 1,7
Millionen Quadratmetern realisiert und rund 17.500 Wohneinheiten
geschaffen. Der nachhaltige Erfolg des Unternehmens basiert auf einem
tiefen Verständnis für die sich wandelnden Bedürfnisse von Mieter*
innen und Eigentümer*innen sowie auf dem konsequenten Anspruch an
Qualität in allen Projektphasen.

Zwtl.: Pressefotos:

Fotos zur Aussendung sind im Anhang sowie im Pressebereich der
Wien Holding unter www.wienholding.at/Presse/Presseaussendungen
abrufbar. Honorarfreier Abdruck im Zuge der Berichterstattung unter
Nennung des Copyrights.