Wien (OTS) – „Öffentliche Budgets sind nie geschlechtsneutral. Sie
beeinflussen,
wie Menschen leben, arbeiten und Familie organisieren können. Deshalb
ist es wichtig, bei Budgetentscheidungen genau hinzuschauen, welche
Folgen sie für Frauen und Männer haben“, begrüßt SPÖ-Frauensprecherin
Sabine Schatz die neue Gender-Budgeting-Beilage zum Doppelbudget
2027/28. Die neue Beilage mache die Gleichstellungswirkungen
staatlicher Maßnahmen künftig noch sichtbarer und nachvollziehbarer
und sei ein wichtiger Erfolg von SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria
Holzleitne, so Schatz. ****
Die SPÖ-Frauensprecherin verweist darauf, dass Frauen nach wie
vor den Großteil der unbezahlten Betreuungs- und Pflegearbeit
leisten, weniger verdienen und häufiger in Teilzeit beschäftigt sind.
„Diese Unterschiede prägen den Alltag vieler Frauen. Deshalb müssen
staatliche Maßnahmen immer auch darauf geprüft werden, ob sie
bestehende Ungleichheiten abbauen oder unbeabsichtigt verstärken“, so
Schatz.
Besonders positiv bewertet Schatz, dass
Gleichstellungsperspektiven künftig in allen Politikbereichen stärker
sichtbar gemacht werden sollen: „Es geht nicht darum, getrennte
Budgets für Frauen und Männer zu erstellen. Es geht darum,
öffentliche Mittel so einzusetzen, dass Frauen und Männer
gleichermaßen von staatlichen Leistungen profitieren können.“
Die neue Beilage sei ein wichtiger Beitrag zu mehr Transparenz
und einer besseren Bewertung der Auswirkungen politischer Maßnahmen.
„Gleichstellung muss in allen Politikfeldern mitgedacht werden, vom
Arbeitsmarkt über Bildung bis hin zu Pflege und Betreuung. Je besser
wir die Auswirkungen von Budgetentscheidungen sichtbar machen, desto
gezielter können wir bestehende Ungleichheiten abbauen“, betont
Schatz abschließend. (Schluss) eg/lw