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PVÖ zur E-Card-Gebühr: Klares Nein zur Belastung – aber auch Nein zur Panikmache

Wien (OTS) – Ab Mitte November zahlen erstmals auch Pensionist*innen
das E-Card-
Service-Entgelt. Zurzeit kursieren in sozialen Medien und
Leserbriefen viele falsche Behauptungen. Der Pensionistenverband
Österreichs (PVÖ) bekräftigt seine Ablehnung und stellt die
wichtigsten Punkte richtig.

„Der Ärger ist berechtigt. Wer ein Leben lang gearbeitet hat,
darf nicht ständig neu belastet werden. Wer aber mit falschen Zahlen
Stimmung macht, verunsichert nur Menschen, die ohnehin jeden Euro
umdrehen müssen“, sagt PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer.

Von Anfang an abgelehnt
Schon am 14. Mai 2025 hat der PVÖ die Gebühr öffentlich klar
abgelehnt. In einem ersten Schritt haben die Senior*innenvertretungen
damals erreicht, dass Bezieher*innen einer Ausgleichszulage und
Menschen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr
befreit sind, weiterhin nichts zahlen müssen. „Damit sind wir aber
nicht zufrieden. Unser Ziel bleibt, dass wieder alle Pensionist*innen
befreit werden“, so Gerstorfer. Auch bei den Verhandlungen zur
Pensionsanpassung im September 2025 hat der PVÖ die Gebühr als
besondere Belastung für Pensionist*innen thematisiert. Folgend die
wichtigsten Fakten zur Neuregelung:

Nicht alle Pensionist*innen müssen zahlen
Laut Dachverband der Sozialversicherungsträger zahlen rund 1,5
Millionen Pensionist*innen die Gebühr. Wer nur die Rezeptgebühren-
Obergrenze erreicht hat, ist nicht automatisch befreit. Wurde trotz
Befreiung abgezogen, kann man eine Rückerstattung beantragen.

Einmal im Jahr, nicht monatlich
Die 26,85 Euro gelten für das ganze Jahr 2027, die Pension wird nicht
jeden Monat gekürzt. Der Betrag wird einmal von der November-Pension
einbehalten, die am 1. Dezember ausbezahlt wird.

Sonderzahlung bleibt unangetastet
Die 14. Pension wird mit der Oktober-Pension am 30. Oktober
ausbezahlt und bleibt von der Gebühr unberührt. Auf das Jahr verteilt
beträgt die Belastung rund 2,24 Euro im Monat. „Das macht die Gebühr
zwar nicht besser, aber es zeigt: Die Sonderzahlung wird nicht
gekürzt, und niemandem fehlen jeden Monat fast 27 Euro. Trotzdem
zählt gerade vor Weihnachten jeder Euro. Wir raten, einzuplanen, dass
die Dezember-Überweisung einmalig um 26,85 Euro niedriger ausfällt“,
so Gerstorfer.

Schutz für Menschen mit wenig Geld ist nicht das Problem
Falsch ist es auch, Pensionist*innen gegen Menschen auszuspielen, die
angeblich „nichts arbeiten und nichts zahlen“. Befreit sind unter
anderem mitversicherte Angehörige und sozial schutzbedürftige
Menschen, darunter viele Pensionist*innen, die selbst jahrzehntelang
gearbeitet haben. „Das Problem ist nicht dieser Schutz. Das Problem
ist, dass die allgemeine Befreiung für Pensionist*innen gestrichen
wurde. Die wollen wir zurück, und zwar für alle“, betont Gerstorfer.
(Schluss)