Wien (OTS) – Der extreme Sommer 2026 hat deutliche Spuren in der
Stadt
hinterlassen und offenbart das anhaltende Versagen der rot-pinken
Stadtregierung beim Schutz der Wiener Bevölkerung vor Hitze. Während
Schüler und Lehrkräfte bei über 30 Grad in Klassenzimmern ausharren
müssen, fehlt es auch in Spitälern und Pflegeeinrichtungen an
wirksamer Kühlung. Anstelle von wirkungsvollen Maßnahmen setzt die
Stadtregierung auf Ankündigungspolitik, Scheinprojekte und
unzureichende Pilotversuche. „Politische Aktivität und politische
Wirksamkeit ist nicht dasselbe. Guter Hitzeschutz ist keine Frage der
Anzahl von Ankündigungen oder der Länge von Strategiedokumenten,
sondern eine Frage der richtigen Prioritäten. Gerade in Zeiten
angespannter Budgets muss der Schutz von vulnerablen Gruppen wie
Kindern und Senioren oberste Priorität haben. Wir wollen
zielgerichtete Maßnahmen, um die Hitze zu bekämpfen, und nicht, dass
Mittel in Showprojekten versickern“, verlangt Gemeinderätin Elisabeth
Olischar.
Die Ineffizienz der Wiener Stadtregierung zeigt sich auch im
Bildungsbereich und bei der städtischen Gebührenpolitik. An 173 von
408 öffentlichen Pflichtschulstandorten gibt es laut offizieller
Anfragebeantwortung keinerlei Hitzeschutzmaßnahmen. Gleichzeitig
werden private Kindergärten, die nur die Hälfte der Pro-Kopf-
Förderung städtischer Einrichtungen erhalten, bei
Hitzeschutzbudgetierungen völlig im Regen stehen gelassen. Überdies
entzieht die Stadtregierung der Bevölkerung Ausweichmöglichkeiten
durch Erhöhungen der Bädertarife sowie der Öffi-Preise, was die
Glaubwürdigkeit der Wiener Klimapolitik vollends untergräbt. „Anstatt
für funktionierende Arbeitsbedingungen und Hitzeschutz an den Schulen
zu sorgen, bricht die Stadtregierung seit Jahren ihr eigenes Wiener
Schulgesetz und verweigert Lehrkräften die vorgeschriebene
arbeitsmedizinische Versorgung. Es ist völlig unhaltbar, den
Hitzeschutz mit wirkungslosen Einzelprojekten abzutun, während
Pädagogen und Kinder unter unerträglichen Bedingungen lernen und
arbeiten müssen“, kritisiert ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß.
Die Wiener Volkspartei fordert daher ein endgültiges Umdenken in
der Wiener Klimaanpassungs- und Baupolitik. Neben einer
flächendeckenden Hitzeschutzausstattung für Schulen und Kindergärten
braucht es eine rasche Entbürokratisierung bei Genehmigungsprozessen
für private Gebäudesanierungen sowie praxistaugliche
Beschattungsmaßnahmen wie z.B. den gezielten Einsatz von Sonnensegeln
im öffentlichen Raum. „Wir brauchen keine Alibi-Projekte und
verabsäumte Zusagen, sondern vernünftige Lösungen, messbare
Wirksamkeit und eine gerechte Unterstützung aller öffentlichen
Einrichtungen. Die SPÖ-Neos Stadtregierung muss, im Sinne einer
schlanken Stadt, Prioritäten richtig setzen und wirksame
Hitzeschutzmaßnahmen in sensiblen Bereichen der Stadt umsetzen, statt
die Bevölkerung mit Gebührenerhöhungen und PR-Veranstaltungen
abzuspeisen“, so Olischar und Zierfuß abschließend.