Wien (OTS) – Er füllt Stadien, dominiert Social-Media-Algorithmen und
vermittelt
ein einzigartiges Lebensgefühl: Um die ungebrochene Popularität des
Schlagers im deutschen Sprachraum dreht sich alles in der
zweiteiligen ORF-Doku-Premiere „Hits, Herz, Heimat“ am Mittwoch, dem
23. September 2026, um 21.05 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON. Neben Pop
und Hip-Hop zählen Schlager und Volksmusik zu den beliebtesten Genres
am Musikmarkt bei Jung und Alt. Gleichzeitig gibt es wohl kaum eine
Musikrichtung, bei der die Meinungen und Geschmäcker so
auseinandergehen. „Der Schlagerhype“ und die gleichzeitige
Marginalisierung des Genres stehen im Mittelpunkt von Teil eins. Die
Dokumentation erzählt u. a. die Erfolgsstorys von Andreas Gabalier
und der Kärntner Band „Die Nockis“ und widmet sich auch den
Herausforderungen des Musikgeschäfts. Im zweiten Teil „Kitsch und
Kult“ nimmt Constanze Griessler um 22.00 Uhr das Phänomen Schlager
jenseits von Verkaufszahlen unter die Lupe und zeigt, welches
Lebensgefühl damit verbunden ist und wie tief seine Wurzeln in die
Operette der 1920er Jahre reichen.
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Hits, Herz, Heimat – Der Schlagerhype (21.05 Uhr)
Schlager und Volksmusik zählen zu den beliebtesten Genres am
Musikmarkt. Obwohl die Songs mit kitschigen Melodien, altmodischen
Texten und älterem Publikum assoziiert werden, erreichen sie über
soziale Medien junge Generationen und sorgen für hohe Einschaltquoten
von TV-Shows. Stars wie Andreas Gabalier, der sein traditionelles,
volkstümliches Image mit Rock’n’Roll verbindet, füllen die größten
Konzerthallen. Bei einem Blick hinter die Kulissen der
Schlagerindustrie kommen neben Gabalier auch die Newcomer „Mountain
Crew“, Schlagerkünstlerin Anna-Carina Woitschack, Musiker Christian
Gruber und Schlagerikone Peggy March zu Wort.
Hits, Herz, Heimat – Kitsch und Kult (22.00 Uhr)
Von der Operette über den „Musikantenstadl“ bis zum ESC-Kult –
eine Reise zu Kitsch, Kunst und Kommerz. Schlagerinsider und –
insiderinnen wie Guildo Horn oder die Geschwister Pfister erkunden
das Lebensgefühl dieser Musik. Schlager ist nämlich mehr als heile
Welt. Die Dokumentation verlässt die Pfade der Musikindustrie und
begibt sich auf eine (kultur)historische Spurensuche. Eine kleine
Reise zu den Hits, aber auch subversiven Wurzeln des Genres, die
heute noch hie und da durchschimmern. Im Queer Museum Vienna
beleuchten Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder, Hosts von „Merci
Chéri – Der Eurovision Podcast“ und Kuratoren der Ausstellung „United
by Queerness“, eine besondere Seite der Schlagergeschichte: das Genre
als „Safe Space“ für die LGBTQ+-Community.