St. Pölten (OTS) – Mit scharfer Kritik reagiert Silvia Moser,
Landtagsabgeordnete und
Frauensprecherin der Grünen Niederösterreich, auf die Entscheidung
des AMS NÖ, bewährte sozialökonomische Beschäftigungsprojekte wie
„Eibetex“ in Waidhofen an der Thaya sowie das Frauenprojekt „LIMA“ in
Lilienfeld ab 2027 aus der regulären Förderung zu streichen: „Das Aus
für diese Projekte ist eine arbeitsmarktpolitische Bankrotterklärung.
Mitten in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit – die gerade Frauen und
strukturschwache Regionen hart trifft – dreht man genau jene
Unterstützung ab, die Menschen wieder zurück in den Arbeitsmarkt
führen. Anstatt Frauen im ländlichen Raum zu stärken, entzieht man
ihnen von heute auf morgen jede Perspektive.“
Betroffene aus Waidhofen: „Uns wurde der Boden unter den Füßen
weggezogen“
Wie dramatisch die Situation vor Ort ist, zeigt ein Hilferuf von
Mitarbeiterinnen des Projekts Eibetex: „Uns wurde sprichwörtlich der
Boden unter den Füßen weggezogen. […] Das Projekt war für uns alle
ein unglaublich wichtiger Baustein, um Schritt für Schritt wieder ins
Arbeitsleben hineinzufinden.“ Besonders bitter: Seit über 36 Jahren
unterstützt das Projekt Menschen beim Wiedereinstieg, bereits vor
zwei Jahren stand Eibetex vor dem Aus und konnte erst durch massiven
Protest in letzter Sekunde gerettet werden. Nun droht das endgültige
Ende. „Wenn Frauen, die ohnehin mit schwierigen Startbedingungen am
Arbeitsmarkt kämpfen, die letzte Chance auf Teilhabe geraubt wird,
ist das zynisch“, betont Silvia Moser. „Wir reden hier nicht von
anonymen Zahlen in einer Förderstatistik, sondern von realen
Existenzen – von Frauen, die arbeiten wollen und die mit Hilfe von
Eibetex, Lima und Co wieder Fuß fassen könnten am Arbeitsmarkt.“