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FPÖ-Mühlberghuber/Kinzlbauer: „Pensionisten schützen – Leistung verdient Respekt, gerechte Pensionen sichern“

Sankt Pölten (OTS) – „Unsere Pensionisten haben mit Fleiß und harter
Arbeit dazu
beigetragen, dass Österreich zu einem Land mit Wohlstand und sozialer
Sicherheit geworden ist. In Österreich beziehen rund 2,6 Millionen
Menschen eine Pension, in NÖ rund 475.000. Und wer eine kleinere
Pension bekommt, spürt jede Erhöhung bei Strom, Heizen, Lebensmitteln
oder Wohnen“, so FPÖ Niederösterreich Seniorensprecherin LAbg. Edith
Mühlberghuber im Rahmen einer Pressekonferenz der FPÖ
Niederösterreich am Dienstag und verweist auf rund 2.600 Euro
Durchschnittsbruttopension bei Männern und rund 1.700 Euro bei
Frauen.

Für 2027 werden die Pensionen um 2,95 % erhöht, die Inflation
liegt laut Statistik Austria für September 2026 indes bei 3,6 %.
„Dabei wurde die ältere Generation schon mehr als genug zur Kasse
gebeten. Eine bemerkenswerte Art von Wertschätzung“, sagt
Mühlberghuber und zeigt die Erhöhung des
Krankenversicherungsbeitrages für Pensionisten von 5,1 auf 6 %, den
Selbstbehalt bei Krankentransporten, die höhere E-Card-Gebühr oder
die Kosten für Zahnersatz auf. „Aber für Ausgaben im Zusammenhang mit
der Ukraine, für das Asylwesen, für fragwürdige EU-Projekte, NGOs und
Gender-Projekte fällt das Geld offenbar vom Himmel. Aber bei unseren
Pensionisten wird gespart“, so Mühlberghuber und erteilt dem Anheben
des Pensionsalters auf 67 eine klare Absage.

„Bei diesem Pensionsraub machen wir nicht mit. Wo ist Bablers
oder Schumanns Veto? Viele Ältere finden nämlich jetzt schon keinen
Job, eine Erhöhung auf 67 würde zu mehr Arbeitslosigkeit führen“,
sagt Mühlberghuber und rechnet auch mit der Aktivpension ab: „Die
Bundesregierung hat dieses Gesetz einfach vermurkst. Ein Handwerker,
der mit 15 Jahren zu arbeiten begonnen hat und 47 Beitragsjahre am
Buckel hat, bekommt mit 62 den neuen Steuerfreibetrag der
Aktivpension nicht – er muss drei Jahre warten. Wer nach 47 Jahren in
Pension geht, darf nicht der Dumme sein, nur weil er früh zu arbeiten
begonnen hat“, meint Mühlberghuber und pocht zudem auf das Recht auf
ein analoges Leben.

„Technischer Fortschritt: ja! Aber er darf niemanden
ausschließen! Auch ein Leben ohne App muss möglich sein! Genauso
wichtig ist die Absicherung bei Krankheit und Pflege. Wer sein Leben
lang Beiträge eingezahlt hat, verdient eine rasche und gute
Behandlung, wenn er Hilfe braucht. Genau bei all diesen Anliegen
setzt sich die „Initiative Faire Pensionen Österreichs“ mit dem
überparteilichen „Pensionisten-Volksbegehren“ für alle Generationen
ein“, schließt Mühlberghuber und übergibt an den Initiator des
Pensionisten-Volksbegehrens DDr. Fritz Kinzlbauer.

Bundesregierung erkennt Lage der Pensionisten nicht

„Unsere Gesellschaft lebt von unterschiedlichen Meinungen und
politischen Überzeugungen. Was jedoch sämtliche Bevölkerungsgruppen
eint, ist die große Sorge um die Zukunft. Wie kann man das
Geschaffene für sich und die Zukunftsgeneration erhalten? Wie ist ein
Leben in Zukunft möglich, ohne in Armut und Hilflosigkeit
abzugleiten? Die derzeitige Regierung hat hierzu keine Antworten. Im
Gegenteil, sie versucht, Jung gegen Alt auszuspielen, um daraus
politisches Kapital zu schlagen. Mit nicht nachvollziehbaren
Pensionszuschüssen aus dem Budget wird weiter Pensionisten-Bashing
betrieben. Die Pensionisten wurden in der Vergangenheit als einzige
Gruppe über Gebühr belastet“, stellt DDr. Fritz Kinzlbauer klar.

Die Gräben würden dadurch tiefer, das Vertrauen in die Politik
schwinde. „Die jetzige Bundesregierung ist nicht in der Lage, zu
erkennen, dass mit einer zunehmenden finanziellen Verschlechterung
der Pensionisten, neben wirtschaftlichen Belangen wie
Kaufkraftverlust oder Steuermittel, auch große Teile im Bestandswesen
(wie Haus, Wohnung, Auto, Waldstück, etc.) negativ betroffen sind,
können diese doch künftig nicht mehr im notwendigen Sinn erhalten
werden“, mahnt Kinzlbauer.

„Leider gibt es dazu von der Bundesregierung immer die
Standardformel, die Leute müssten länger arbeiten und mehr
Eigenvorsorge betreiben. Dass dies eine sehr polemische Antwort
darstellt, ist jedem bewusst und führt zu keinem Ergebnis bzw. keiner
Beruhigung der arbeitenden Gesellschaft. Zunehmend stellt sich indes
die Frage, ob diese Politiker in der Lage sind, dieses Problem
anzugehen bzw. zu erkennen, oder ob gesellschaftliche Gräben immer
tiefer werden“, schließt Kinzlbauer und traut es der jetzigen
Bundesregierung definitiv nicht zu.