Wien (OTS) – FPÖ-Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer übte heute
Kritik an der
jüngsten Anfragebeantwortung durch SPÖ-Kulturminister Babler.
Hintergrund war eine parlamentarische Anfrage des FPÖ-Kultursprechers
zur unzureichenden Einbindung der Kunstmusik in die sogenannte
„Musikstrategie 2026“. Die gelieferten Antworten Bablers seien laut
Mölzer ein inhaltlicher Offenbarungseid und würden aus reinen
Stehsätzen bestehen, die jede konkrete kulturpolitische Vision
vermissen ließen.
„Was uns der SPÖ-Minister hier als strategisches Meisterwerk
verkaufen will, ist in Wahrheit ein völlig nichtssagendes
Phrasenkonzert. „Wenn sich Babler hinter Begriffen wie einem
‚komplexen Ökosystem‘ und ‚ganzheitlichen Ansätzen‘ versteckt, lässt
er jegliches Konzept für eine ernsthafte Kulturpolitik vermissen.
Diese Antwort ist eine herbe Enttäuschung für alle heimischen
Kunstmusikschaffenden und wird dem Anspruch Österreichs als
Kulturnation in keiner Weise gerecht“, so Mölzer.
In der Beantwortung verwies Babler lediglich auf eine allgemeine
Online-Umfrage sowie auf nicht näher definierte Fachgespräche. Die
Einrichtung eines unabhängigen Expertengremiums, das sich spezifisch
der Kunstmusik widmet, wurde vonseiten des Ressortchefs explizit
abgelehnt. Stattdessen setze man auf eine angebliche Verschränkung
unterschiedlicher Perspektiven, ohne jedoch konkrete Maßnahmen,
belastbare Daten oder personelle Besetzungen zu nennen.
Für den freiheitlichen Kultursprecher sei dieses Vorgehen
bezeichnend für den Zustand der schwarz-rot-pinken Regierung:
„Anstatt unsere weltberühmte Hochkultur und geistige Wertschöpfung
gezielt zu fördern, fehlt es hier an jeglicher Schwerpunktsetzung.
Eine einfache Online-Umfrage als Fundament für eine nationale
Musikstrategie heranzuziehen, wird der Sache absolut nicht gerecht.
Das ist keine Strategie, das ist eine bedenkliche Vernachlässigung
unseres kulturellen Erbes durch diese Verliererkoalition!“
Abschließend forderte Mölzer ein klares Bekenntnis zur
österreichischen Kunstmusik und ein Ende der intransparenten Politik
im Kulturministerium. „Wir Freiheitliche werden sicher nicht tatenlos
zusehen, wie unsere kulturelle Identität von diesen Systemparteien
abgewickelt wird. Es braucht endlich echte Experten an den Hebeln und
keine realitätsverweigernden Träumer, die unsere Hochkultur mit
bürokratischen Worthülsen abspeisen wollen“, erklärte Mölzer.