FPÖ – Haider begrüßt Erweiterung von Fluggastrechten

Wien (OTS) – „Es freut mich persönlich sehr, dass wir nicht nur die
bestehenden
Fluggastrechte gegen deutliche Widerstände aus dem Rat verteidigt,
sondern diese sogar noch ausgebaut haben“, erklärt der freiheitliche
Europaparlamentarier Mag. Roman Haider anlässlich der heutigen
finalen Abstimmung zu diesem Thema im Europaparlament.

Die Verhandler des Parlaments, unter ihnen auch Haider selbst,
hätten folgende Verbesserungen erreichen können:

– Im Basis-Tarif muss künftig nicht nur eine kleine persönliche
Tasche, sondern auch ein Trolley-Bag als Handgepäck enthalten sein.

– Airlines dürfen keine Aufpreise für die Sitzplatzreservierung bei
Eltern oder Begleitpersonen von Kindern unter 14 Jahren sowie
Passagieren mit Behinderungen und deren Begleitperson verlangen.

– Bei Annullierung oder Verspätung von mindestens drei Stunden haben
Passagiere Anspruch auf eine Ausgleichszahlung von 250 bis 600 Euro
zusätzlich zu Erstattung oder Umbuchung bei Annullierungen.

– Airlines müssen den Passagieren bei einer Störung klare Anweisungen
geben, wie ein Entschädigungsantrag gestellt werden kann.

– Außergewöhnliche Umstände sind nun klar definiert.

– Sowohl Passagiere, die direkt Anspruch stellen, als auch
Inkassobüros in ihrem Namen können weiterhin Entschädigungen von den
Airlines erhalten.

„Leider gibt es in vielen europäischen Märkten keinen echten
Wettbewerb, sondern eher ein Oligopol. Genau deshalb sind starke und
klare Passagierrechte essenziell, um die Reisenden zu schützen“,
stellt Haider fest.

Die echten Kostentreiber für Airlines und damit für die
Passagiere seien das EU-Emissionshandelssystem (ETS) für die
Luftfahrt und die überambitionierten Vorgaben für nachhaltige
Flugkraftstoffe (SAF). „Damit treibt der Green Deal wieder einmal die
Kosten für alle Beteiligten in die Höhe. Hier muss in naher Zukunft
endlich etwas passieren. Denn die besten Passagierrechte nützen
wenig, wenn Fliegen für normale Bürger nicht mehr bezahlbar ist“,
schließt Haider.