Wien (OTS) – Nach dem verheerenden Doppelbeben in Venezuela in der
Nacht auf
Donnerstag, 25. Juni, mit zahlreichen Nachbeben sind 3.000
Helferinnen und Helfer des Venezolanischen Roten Kreuzes landesweit
im Dauereinsatz. Such- und Rettungseinsätze stehen im Vordergrund –
in den ersten 72 Stunden besteht die höchste Chance, Verschüttete
lebend zu bergen –, außerdem Erste Hilfe und medizinische Versorgung.
Acht Krankenhäuser und 34 Polikliniken des Roten Kreuzes sind aktiv
und versorgen Verletzte.
„Leben retten hat jetzt Priorität. Rettungskräfte und mobile
Ambulanzen wurden aus anderen Landesteilen in die am schwersten
betroffenen Gebiete geschickt. Ein mobiles Feldspital des
Venezolanischen Roten Kreuzes ist bereits im Einsatz, die
Internationale Rotkreuz-Föderation unterstützt mit einem weiteren
Feldspital. In den Notunterkünften versorgt das Rote Kreuz die
Betroffenen mit Lebensmitteln, Wasser und Sanitäranlagen. Auch eine
Hotline wurde eingerichtet, um Vermisste zu erfassen und im besten
Fall wieder mit ihren Familien zusammenzuführen. Die Rotkreuz-Hilfe
kommt direkt bei den Menschen an!“, erklärt Jürgen Högl, Leiter
Internationale Krisen und Katastrophen beim Österreichischen Roten
Kreuz.
Internationale Rotkreuz-Hilfe auf Hochtouren
Högl weiter: „Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung im Land leben in
Armut, nun haben Millionen von ihnen alles verloren. Unsere
Kolleginnen und Kollegen sind unermüdlich für sie da, obwohl viele
von ihnen selbst aus den Erdbebengebieten kommen. Mit 700
Angestellten und mehr als 3.300 Freiwilligen ist das Venezolanische
Rote Kreuz die älteste und größte humanitäre Organisation im Land.
Ihre lebensrettende Hilfe wird noch lange gefordert sein, die
Opferzahlen werden weiter steigen. Bitte unterstützen Sie uns mit
Ihrer Spende, damit unsere Hilfe vor Ort weitergehen kann!“
Der Suchdienst der Rotkreuz-Gesellschaften in Ecuador, Kolumbien,
Mexiko, Costa Rica, Honduras und Argentinien – Länder mit großen
venezolanischen Gemeinschaften – hilft, Familien miteinander in
Kontakt zu bringen. Der Katastrophenhilfefonds der Internationalen
Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) stellt
im ersten Schritt 2 Millionen Schweizer Franken bereit, um die
frühzeitigen Maßnahmen zu unterstützen.
Das Rote Kreuz bittet dringend um Spenden:
Österreichisches Rotes Kreuz
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
BIC: GIBAATWWXXX
Erste Bank: BLZ 20.111
Kennwort: Erdbeben Venezuela
Oder online unter wir.roteskreuz.at/erdbeben-venezuela
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