Wien (OTS) – Die heute veröffentlichte Branchenuntersuchung der
Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) zur Umsatzsteuerbefreiung von
Damenhygieneprodukten und mechanischen Verhütungsmitteln bestätigt
die Position des österreichischen Handels: Steuerliche Entlastungen
kommen umgehend und zu 100 % bei den Konsumentinnen und Konsumenten
an.
„ Die Untersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde bestätigt, was
wir von Beginn an gesagt haben: Der österreichische Handel gibt
steuerliche Entlastungen vollumfänglich an die Kundinnen und Kunden
weiter. Die Unternehmen haben die Umstellung innerhalb kürzester Zeit
umgesetzt, einzelne Versehen oder Verzögerungen wurden binnen weniger
Tage korrigiert. Das ist ein starkes Zeugnis für die
Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit des heimischen Handels “, sagt
Rainer Will , Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und
unabhängigen Handelsverbands.
Zwtl.: Steuerbefreiung für gewisse Produkte gilt seit 1. Jänner 2026
Hintergrund: Seit 1. Jänner 2026 sind Damenhgyieneprodukte sowie
mechanische Verhütungsmittel vollständig von der Umsatzsteuer
befreit. Zuvor galten für diese Produkte USt-Sätze von 10 bzw. 20 %.
Die Bundesregierung wollte mit dieser Maßnahme Frauen und Familien
entlasten. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) erhielt ausdrücklich
die Möglichkeit, die Weitergabe der Steuersenkung zu untersuchen.
Die BWB untersuchte deshalb mehr als 200 Produkte bei acht großen
Handelsunternehmen und analysierte die Preisentwicklung rund um den
Jahreswechsel 2025/26. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Weitergabe der
Steuerentlastung erfolgte vollständig. Hinweise auf eine
systematische oder flächendeckende Nichtweitergabe wurden
ausdrücklich nicht festgestellt.
Zwtl.: Handelsspannen teilweise sogar rückläufig
Besonders bemerkenswert: Laut BWB gingen die Handelsspannen bei
vielen Unternehmen sogar stärker zurück, als es die reine
Steuerentlastung erfordert hätte. Dies unterstreicht, dass die
Unternehmen die Maßnahme nicht nur umgesetzt, sondern teilweise
darüber hinausgehende Preiszugeständnisse vorgenommen haben.
Der Handelsverband sieht die Untersuchung zugleich als wichtige
Orientierung für die bevorstehende Umsatzsteuersenkung auf
ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli 2026. Bereits vergangene
Woche hat der österreichische Lebensmittelhandel zugesichert, die
steuerliche Entlastung zu 100 Prozent an die Konsumentinnen und
Konsumenten weiterzugeben.
„ Die BWB hat nun anhand realer Marktdaten gezeigt, dass der
österreichische Handel Steuerentlastungen verantwortungsvoll
weitergibt. Genau deshalb haben unsere Händler hart an den
Prozessumstellungen gearbeitet, damit auch die Mehrwertsteuersenkung
auf ausgewählte Grundnahrungsmittel unverzüglich und vollständig bei
den Haushalten ankommen wird. Die Unternehmen haben sich intensiv
vorbereitet und werden die gesetzlichen Vorgaben konsequent umsetzen
“, betont Handelssprecher Will .
Zwtl.: Klare gesetzliche Regelungen notwendig
Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, wie wichtig eine klare
gesetzliche Definition der betroffenen Produkte sowie ausreichend
Vorlaufzeit bei der Umsetzung neuer Regelungen sind. Diese
Empfehlungen der BWB unterstützt der Handelsverband ausdrücklich.
Klare Rahmenbedingungen erleichtern die operative Umsetzung und
sorgen dafür, dass Entlastungsmaßnahmen möglichst rasch bei den
Konsumentinnen und Konsumenten wirksam werden.
„ Die aktuelle Untersuchung liefert einen faktenbasierten
Nachweis dafür, dass der heimische Handel Teil der Lösung ist. Gerade
in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen die Menschen
Vertrauen, dass Entlastungen tatsächlich ankommen. Die Ergebnisse der
BWB schaffen genau dieses Vertrauen “, so Handelsverbands-Chef Will
abschließend.