Wien (OTS) – Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig setzt einen
weiteren
Schritt für die heimischen Sikawildhalter: Am 30. September hat er
bei der Europäischen Kommission den österreichischen Antrag auf eine
Ausnahmegenehmigung für die Sikawildhaltung eingereicht. Dieser
umfasst 203 heimische Betriebe. Ziel ist, die weitere Haltung auf
diesen Betrieben rechtssicher zu ermöglichen.
„Für die betroffenen Bauernfamilien geht es um ein wichtiges
wirtschaftliches Standbein und um die Sicherung ihrer Existenz. Mit
dem eingereichten Antrag ist ein weiterer konkreter Schritt gesetzt,
um die Sikawildhaltung in Österreich auch künftig zu ermöglichen.
Norbert Totschnig setzt sich gemeinsam mit den Haltern und ihren
Interessenvertretungen für eine rechtlich tragfähige Lösung ein“,
betont Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser .
Aussendungen allein helfen keinem Betrieb
Bauernbund-Direktorin Mag. Corinna Weisl weist die wiederholten
Untätigkeitsvorwürfe der FPÖ entschieden zurück: „Von den Blauen
kommt in dieser Frage viel heiße Luft. FPÖ-Agrarsprecher Peter
Schmiedlechner produziert inhaltsleere Aussendungen und fordert
Schritte, an denen längst gearbeitet wird. Der Minister hat gemeinsam
mit den Betroffenen die notwendigen Unterlagen und Nachweise
erarbeitet und den Antrag nun eingereicht. Das ist konkrete Arbeit
für unsere Bäuerinnen und Bauern.“
Österreich hatte sich bereits 2025 gegen die Aufnahme des
Sikawilds in die europäische Liste invasiver gebietsfremder Arten
ausgesprochen. Die Aufnahme wurde dennoch mehrheitlich beschlossen.
Daraufhin bereitete das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit dem
Verband der Wildtierhalter und der Landwirtschaftskammer Österreich
sowie den ebenfalls für invasive Arten zuständigen Bundesländern den
Ausnahmeantrag vor.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Rechtssicherheit. Mit noch
so vielen polemischen Aussendungen ist keinem einzigen Betrieb
geholfen. Wer sich für die Landwirtschaft einsetzen will, muss an
Lösungen arbeiten. Genau das macht Bundesminister Norbert Totschnig“,
so Weisl .
Entscheidung liegt bei der EU-Kommission
Die Europäische Kommission prüft nun den österreichischen Antrag.
Laut Landwirtschaftsministerium wird eine abschließende Entscheidung
aus heutiger Sicht bis Ende des Jahres erwartet. Ziel ist, den
betroffenen Betrieben die weitere Haltung von Sikawild rechtssicher
zu ermöglichen.