Eisenstadt (OTS) – Das Burgenland befindet sich mitten in der
Transformation seines
Energiesystems. Das Ziel: Bis 2030 soll das Burgenland
energieunabhängig werden – mit den eigenen erneuerbaren
Energieressourcen des Landes. Die aktuelle Studie zur Energie im
Burgenland des Instituts für Strategieanalysen (ISA) zeigt, dass
dieser Weg von einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung getragen
wird.
„Wir wollen das Burgenland bis 2030 energieunabhängig machen.
Dafür lösen wir uns Schritt für Schritt von Öl- und Gasimporten und
setzen auf unseren eigenen Strom aus Wind und Sonne – beim Strom,
beim Heizen und zunehmend auch bei der Mobilität. Die aktuelle
Energiestudie zeigt, dass dieser Weg bei den Menschen angekommen
ist“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. „Das Burgenland ist
seit den 1990er Jahren Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien in
Österreich. In den vergangenen fünf Jahren konnten wir diese
Vorreiterstellung weiter ausbauen und die Burgenland Energie konnte
als Landesenergieversorger die Erneuerbare Erzeugungskapazität mehr
als verdoppeln,“ ergänzt Doskozil.
„Wir haben in den letzten Jahren im Burgenland eine der größten
Transformationen der österreichischen Energieversorgung umgesetzt:
von einem vor allem durch Windkraft geprägten Modell zu einem
Gesamtsystem aus Windkraft, Photovoltaik, Speichern und
Energiegemeinschaften – und damit unsere Energieversorgung
unabhängiger und sicherer gemacht. Eine solche Transformation gelingt
nur gemeinsam mit den Menschen. Deshalb erheben wir jedes Jahr
objektiv und fundiert, wie sehr die Burgenländerinnen und
Burgenländer diesen Weg mittragen und wie zufrieden sie mit unserer
Arbeit sind. Nur so können wir die richtigen Maßnahmen setzen und uns
im Interesse unserer Kunden weiterentwickeln,“ erläutert Burgenland
Energie CEO Stephan Sharma.
Zwtl.: 94 Prozent bewerten Energieversorgung positiv
Die Zufriedenheit mit der Energieversorgung ist hoch: 45 Prozent
beurteilen die Energieversorgung im Burgenland als „sehr gut“,
weitere 49 Prozent als „eher gut“ – insgesamt also 94 Prozent.
„Die Energieversorgung und der Ausbau der regionalen erneuerbaren
Energien haben sehr hohe Akzeptanz bei den Burgenländerinnen und
Burgenländern. Über 90 Prozent sind mit der Energieversorgung im
Burgenland zufrieden,“ so Studienleiter Peter Filzmaier.
Gleichzeitig hat regionale Energieerzeugung einen hohen
Stellenwert. 72 Prozent ist es wichtig, dass Strom aus regionalen
Energiequellen direkt aus dem Burgenland kommt. 81 Prozent legen Wert
darauf, dass Strom aus erneuerbaren Energiequellen aus Österreich
stammt. „Das sind auch im Bundesländervergleich Topwerte, die
schlüssig dazu führen, dass der weitere Ausbau erneuerbarer Energie
breite Unterstützung findet: 75 Prozent befürworten Photovoltaik auf
Hausdächern und auf Freiflächen sowie 80 Prozent Windenergie. Die
Zustimmung zur Windkraft liegt damit im Burgenland zwölf
Prozentpunkte über dem Österreich-Wert von 68 Prozent,“ erklärt
Filzmaier.
„Die Photovoltaik und Windkraft sind im Burgenland sehr beliebt.
Die Windenergie hat eine Zustimmung in der Bevölkerung bei 80
Prozent. Auch im Rahmen der qualitativen Analyse in den Fokusgruppen
zeigt sich, dass den Menschen der Ausbau erneuerbarer Energien
wichtig ist. Weil das für die Bevölkerung für Sicherheit und
Unabhängigkeit steht,“ so Christina Matzka.
„Die hohe Akzeptanz der erneuerbaren Energieerzeugung im
Burgenland macht stolz in den Studienergebnissen zu sehen. Das ist
das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der Gemeinden, dem Land und uns.
Um die hohe Akzeptanz zu halten, wird es weiter wichtig sein, diesen
gemeinsamen burgenländischen Weg zu gehen. Nur mit unseren eigenen
Energiequellen Wind und Sonne können wir uns unabhängiger von
internationalen Energiebörsen machen und Versorgungssicherheit
garantieren,“ erläutert Sharma.
Zwtl.: Energiegemeinschaften sind im Burgenland angekommen
Eine zentrale Säule des burgenländischen Energiemodells sind
Energiegemeinschaften. „74 Prozent der Burgenländerinnen und
Burgenländer kennen den Begriff Energiegemeinschaft – österreichweit
sind es 60 Prozent. 57 Prozent können sich eine Mitgliedschaft
beziehungsweise eine weitere Mitgliedschaft vorstellen,“ so Matzka.
Entscheidend sind dabei konkrete Vorteile: Für Interessierte und
Mitglieder sind vor allem geringe Stromkosten (73 Prozent),
Versorgungssicherheit (65 Prozent) und die jederzeitige
Ausstiegsmöglichkeit (56 Prozent) sehr wichtige Gründe für eine
Energiegemeinschaft.
Mit dem „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ setzt die
Burgenland Energie dieses Modell bereits in großem Maßstab um. Rund
70.000 Menschen sind bereits Teil der ersten europäischen
Energiegemeinschaft für eine ganze Region und nutzen direkt den Wind-
und Sonnenstrom aus dem Burgenland.
„In den letzten Monaten hat sich die Energiekrise durch den Krieg
im Nahen Osten wieder massiv verschärft. Die Energiepreise auf den
internationalen Energiebörsen habe neue Spitzen erreicht. Allein die
Gaspreise sind in den letzten sechs Monaten um 140% und die
Strompreise um 240% angestiegen. Mit dem Fanclub Burgenland
Energieunabhängig schafft das Burgenland mit seinem eigenen Wind- und
Sonnenstrom Unabhängigkeit von den Börsen und dauerhafte
Preissicherheit mit 10 Cent/kWh,“ so Sharma.
Zwtl.: Hohe Zufriedenheit mit Burgenland Energie
Auch die Wahrnehmung der Burgenland Energie entwickelt sich
positiv. „78 Prozent beschreiben die Burgenland Energie als
zuverlässig, 66 Prozent als kundenfreundlich und 67 Prozent als
umweltbewusst. Gegenüber der ersten Befragungswelle vor drei Jahren
haben sich alle drei Werte verbessert,“ erläutert Filzmaier.
„Die hohe Zufriedenheit mit der Burgenland Energie ist
erfreulich. Es ist klar, das alte Energiemodell der Abhängigkeit von
Öl und Gas aus dem Ausland beim Autofahren und Heizen ausgedient hat.
Das neue Energiemodell der Unabhängigkeit mit erneuerbarem Strom aus
dem Burgenland ist voll angekommen. Nur so können wir auch in Zukunft
eine zuverlässige Energieversorgung im Interesse unserer Kunden
gewährleisten,“ erklärt Sharma.
Doskozil und Sharma abschließend: „Wir haben in den vergangenen
Jahren stark in Kundenservice und den vollständigen Umbau unseres
Energiesystems investiert. Die Ergebnisse der Markt- und
Meinungsforschung sind für uns Bestätigung und Auftrag zugleich.
Jetzt geht es darum, diesen Weg konsequent weiterzugehen und das
Energiemodell Burgenland bis 2030 vollständig in Richtung
Energieunabhängigkeit umzusetzen.“
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