Wien (OTS) – Bei der zweiten Sitzung im Jahr 2026 erteilte die Jury,
bestehend aus
Bettina Brokemper, Christine Dollhofer, Peter Jäger, Malina
Nwabuonwor und Manfred Schmidt, sechs Herstellungen von Kinofilmen
und elf Projektentwicklungen Zusagen – Mittel in Höhe von über 2,56
Millionen Euro wurden vergeben. Eingereicht waren 60 Projekte mit
einer Antragssumme von 9,23 Millionen Euro.
Im Rahmen der Nachwuchsförderung Talent LAB erteilte die Jury,
bestehend aus Bettina Brokemper, Christine Dollhofer, Elisabeth
Gabriel und Manfred Schmidt, drei Herstellungen von Kinofilmen
Zusagen – Mittel in Höhe von 500.000 Euro wurden vergeben.
Eingereicht waren fünf Projekte mit einer Antragssumme von 950.000
Euro.
Zum zweiten TV-Antragstermin 2026 wurden 24 Fernsehprojekte mit
der Antragssumme von 740.000 Euro eingereicht, zehn Projekte
erhielten Zusagen vom Filmfonds Wien in Höhe von 326.900 Euro .
Zwtl.: Sechs Herstellungen erhalten Förderung in Gesamthöhe von
2.265.000 Euro.
Regisseur Markus Schleinzer inszeniert nach „Rose“ das Klaus-Nomi
-Biopic KLAUS als Coming-of-Age-Musical mit Animationsfilm-Anteilen,
in dem der Stil klassischer Musicals auf New Wave und Oper trifft.
Für das Drehbuch zeichnet Markus Schleinzer gemeinsam mit Alexander
Brom verantwortlich, die das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem
Hauptdarsteller und Musiker Christian Friedel entwickelten. Das
Leinwandmusical entsteht als majoritäre Koproduktion zwischen der
Wiener Schubert Füm und der Berliner Schubert Film.
Nach dem Tod ihrer besten Freundin, die an der Last von Familie
und Alltag zerbrochen ist, übernimmt Sarah immer mehr Verantwortung
für die zurückgelassene Familie. Unmerklich gerät sie dabei in
dieselben Strukturen, die zuvor unsichtbar geblieben sind. DIE WUT,
DIE BLEIBT nach dem Roman von Mareike Fallwickl erzählt von
weiblicher Erschöpfung, systematischer Ungleichheit und der Kraft
feministischer Solidarität. Das Projekt wird von Regisseurin Catalina
Molina und der Epo-Film nach einem Drehbuch von Lea Prix und Johanna
Buschbaum verwirklicht.
Die gehbehinderte Maria lebt mit ihrer pubertierenden Tochter ein
selbstbestimmtes Leben. Nur eines fehlt ihr: der richtige Partner.
Als ihr der Ex-Häftling Ulli als Assistent zur Seite gestellt wird,
gerät Marias Welt aus den Fugen. Mit SAG MIR WIE setzt die Nikolaus
Geyrhalter Filmproduktion das Spielfilmdebüt des Regie- und Autor*
innenduos Birgit Bergmann und Oliver Werani („Zu ebener Erde“,
gemeinsam mit Steffi Franz) um. Die Hauptrollen werden Elisabeth
Löffler und Murathan Muslu übernehmen.
WOODWALKERS 3 ist das dritte Leinwandabenteuer des
Gestaltwandlers Carag und seinen Freunden, die diesmal den Kampf
gegen Gouverneur Andrew Milling aufnehmen, der Feindschaft zwischen
Menschen, Tieren und Woodwalkern sät. Die minoritäre Koproduktion der
Wiener Dor Film mit der Münchner Blue Eyes Fiction und der Südtiroler
Filmvergnuegen entsteht unter der Regie von Florian Sigl, nach einem
Drehbuch von Gerrit Germans, basierend auf der Buchreihe von Katja
Brandis.
PISSY SISSY – PUNCHING UP TOGETHER ist die Geschichte des
„Politically Correct Comedy Club“, in dem queere Performer*innen und
Aktivist*innen gesellschaftlichen Herausforderungen und persönlichen
Traumata mit Kreativität, Solidarität und Selbstironie begegnen. Der
Dokumentarfilm des Regie- und Drehbuchduos Katharina Lampert und
Cordula Thym wird von der Plan C Filmproduktion umgesetzt.
In FORBIDDEN FRUITS , dem neuen Dokumentarfilm von Bianca
Gleissinger („27 Storeys – Alterlaa Forever“), sucht der Geist der
verstorbenen Weight-Watchers-Erfinderin Jean Nidetch die Regisseurin
heim, um ihr zu sagen, dass sie abnehmen soll. Ein für alle Mal will
die Filmemacherin nun die Frage klären: „Muss ich das?“. Die Wiener
Mischief Films setzt die majoritäre Koproduktion gemeinsam mit der
Berliner Hanfgarn & Ufer Film nach einem Drehbuch von Bianca
Gleissinger und Katinka Narjes um.
Zwtl.: Elf Projektentwicklungen erhalten Förderung in Gesamthöhe von
298.540 Euro.
Nach dem Drama „Perla“, das zuletzt mehrfach mit dem
Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, bereitet Autorin und
Regisseurin Alexandra Makarová gemeinsam mit der Panama
Filmproduktion das historische Drama FANNY LEBT vor. Auch Regisseur
Adrian Goiginger widmet sich nach seinem mehrfachen Österreichischen-
Filmpreis-Gewinner „Vier minus drei“ einem historischen Stoff: DIE
FRAUENBURG , dessen Drehbuch von Jeanne Werner mit dem Hauptpreis des
Wettbewerbs „If She Can See It, She Can Be It“ ausgezeichnet wurde,
wird von der 2010 Entertainment produziert.
Die Wiener Le Group Soleil Films und die slowakische GUČA Films
projektieren die Ko-Entwicklung BETWEEN TWO CITIES von Autor und
Regisseur Mohammad Ali Tahebi.
Die Samsara Film plant mit QUEEN OF FUCKING EVERYTHING eine
österreichische Variante der gleichnamigen skandinavischen Serie nach
Drehbüchern von Iris Moizi und unter der Regie von Claudia Jüptner-
Jonstorff.
Drei Langfilm-Debüts erhielten Zusagen und gehen in die
Projektierung: Der Spielfilm AN DIE HOFFNUNG (Ulrich Seidl
Filmproduktion) von Ulrike Putzer nach dem Drehbuch von Ulrike Putzer
und Jakob Pretterhofer sowie die Dokumentarfilme EUROTOPIA (April
April Filme) von Clarissa Brandeis und Deniz Raunig sowie GEWALTFREIE
ZONE (Horse & Fruits Filmproduktion) von Felicitas Sonvilla.
Als weitere Dokumentarfilmprojekte erhielten DIE
BÜRGERMEISTERINNEN (LOOKS Vienna Media) von Anna Katharina
Wohlgenannt, CPTLSM WTAF – CAPITALISM? WHAT THE ACTUAL FUCK! (Mother
Filmproduktion) von Katharina Mückstein, FAVORITEN 2 (Ruth Beckermann
Filmproduktion) von Ruth Beckermann und Koautorin Elisabeth Menasse
sowie DIE FRAU, DIE BLIEB (Nanook Film) von Henriette Fischer
Zusagen.
Zwtl.: Drei Herstellungen im Rahmen des Talent LAB erhalten Förderung
in Gesamthöhe von 500.000 Euro.
Die Schubert Füm realisiert das neue Projekt von Autorin,
Regisseurin und Hauptdarstellerin Elena Wolff („Asche“). In ALVA (
RENAISSANCE) gibt sich eine 30-jährige Schauspielerin erfolgreich als
Teenagerin aus und stürzt sich in die Illusion, für immer jung
bleiben zu dürfen. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer
verhängnisvollen Dauerperformance.
In dem Coming-of-Age-Drama DAS BLÜHEN EINER CHIMÄRE von Autor und
Regisseur Simon Maria Kubiena und der Chimera Filmproduktion bringt
die Verbindung eines achtzehnjährigen Fabrikarbeiters zu einem
älteren Kollegen einen dunklen Moment aus dessen Vergangenheit ans
Licht.
Securities übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben bei
Großveranstaltungen, in Notunterkünften oder Nachtclubs. Während ihre
Uniform Sicherheit verspricht, berichten sie von oft prekären
Arbeitsbedingungen und ihren eigenen Unsicherheiten. Der von der
Horse & Fruits Film produzierte Dokumentarfilm SECURITY von Autorin
und Regisseurin Lisa Polster zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in
der Sicherheit zur Ware wird.
Zwtl.: Elf dokumentarische und ein fiktionales TV-Projekt erhalten
Förderung in Gesamthöhe von 326.900 Euro.
Julia Koschitz spielt in BRENNENDES SCHWEIGEN die Amtsleiterin
einer kleinen Gemeinde, die sich gegen die sexuellen Übergriffe ihres
Vorgesetzten wehrt und sich prompt mit einer Verleumdungskampagne
konfrontiert sieht. Die majoritäre Koproduktion der Wiener Mona Film
und der Münchner Tivoli Film wird nach einem Drehbuch von Ulrike
Kofler und Rebekka Reuber realisiert.
Wiener Themen werden in zwei Dokumentationsreihen aufgegriffen:
IM NAMEN DER STRASSEN zeigt, wie Stadtgeschichte anhand von Wiener
Straßennamen erzählt werden kann und in BEZIRKSGESCHICHTE(N) II
werden die Bezirke Landstaße, Meidling und Währing durch alltägliche
Begegnungen porträtiert.
Biografisches wird in den Dokumentationen 70 JAHRE FALCO: GENIE,
VISIONÄR, STILIKONE , die den legendären Musiker ehrt, und HÖHENFLÜGE
– ÖSTERREICHS FRAUEN IN DER LUFTFAHRT , die an heimische
Flugpionierinnen erinnert, erzählt.
Drei neue Dokumentationen widmen sich gesellschaftlichen Themen:
BLACKOUT – AUSSER KONTROLLE betrachtet einen möglichen großflächigen
Stromausfall nicht als Katastrophenfantasie, sondern als analytisches
Brennglas auf eine hochvernetzte Gesellschaft. Die True-Crime-Reihe
CRIME STORIES rollt zehn Kriminalfälle aus Österreich neu auf. ELTERN
IM WANDEL zeichnet die Entwicklung der Rollenbilder von Müttern und
Vätern in Österreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach und
zeigt, wie politische Entscheidungen, gesellschaftliche Bewegungen
und wirtschaftliche Umbrüche das Familienleben geprägt haben.
Eine Pressemitteilung mit einer vollständigen Projektliste finden
Sie hier auf der Webpage des Filmfonds Wien.