Wien (OTS) – Das „WELTjournal“ zeigt am Mittwoch, dem 14. Oktober
2026, um 22.30
Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die Reportage „Gaza – 3 Jahre Krieg“. Im
„WELTjournal +“ folgt um 23.00 Uhr „Geboren in Gaza“.
WELTjournal: „Gaza – 3 Jahre Krieg“
„Israels Angriffe auf die Palästinenser haben ein Ausmaß an
Tötung und Zerstörung, wie ich es in all meinen Jahren bei der UNO
noch nie erlebt habe“, sagt UNO-Generalsekretär António Guterres bei
der Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende September. Mehr
als 70.000 Menschen wurden seit dem Terrorangriff der Hamas auf
Israel am 7. Oktober 2023 bei israelischen Angriffen getötet.
Tausende sind nach wie vor vermisst. Das „WELTjournal“ begleitet
Menschen im Gazastreifen, die inmitten der Zerstörungen ihre
vermissten Angehörigen suchen. Ibrahim hat seine Frau und vier seiner
Kinder bei dem israelischen Luftangriff auf das Flüchtlingsviertel Al
Maghazi verloren. Zwei Jahre nach ihrem Tod können sie endlich aus
den Trümmern geborgen und in Würde bestattet werden. Andere suchen
vergeblich und fürchten, niemals eine Antwort über das Schicksal
ihrer Angehörigen zu erhalten. Da Israel Journalistinnen und
Journalisten den Zutritt zum Gazastreifen verwehrt, leiteten die
Filmemacher die Dreharbeiten von Europa aus – in Zusammenarbeit mit
palästinensischen Reportern vor Ort, die dabei tagtäglich ihr Leben
riskieren. Gestaltung: Solène Gripon-Degenève, Ahmed Abuajwa, Iyad
Alasttal
WELTjournal +: „Geboren in Gaza“
Was wurde aus den Kindern von Gaza, die Filmemacher Hernan Zin
während des Krieges 2014 begleitete? Seine Reportage von damals zählt
zu den meistgesehenen Dokumentarfilmen auf Netflix und viele
Zuschauerinnen und Zuschauer wollten mehr über das Schicksal der
Kinder erfahren. Mehr als zehn Jahre später findet das Team des
Filmemachers in den jetzigen Kriegswirren tatsächlich einige seiner
Protagonistinnen und Protagonisten von damals wieder. Mohamed, der
als Kind den Unterhalt der Familie bestreiten musste, hat heute
selbst Frau und drei Kinder. Wie mehr als 90 Prozent der Gaza-
Bevölkerung mussten auch sie vor den israelischen Angriffen fliehen.
Ihr Haus ist zerbombt, bei der Beschaffung von Nahrung für seine
Familie riskiert Mohamed täglich sein Leben. Bisan wurde 2014 als
kleines Mädchen bei einem israelischen Bombenangriff verschüttet.
Nahezu die gesamte Familie wurde getötet, sie selbst überlebte schwer
verletzt und muss sich im heutigen Krieg allein durchschlagen. Udai
hat gerade einen weiteren Bruder verloren, wie schon 2014: Er war elf
Jahre alt, als sein Bruder vor seinen Augen bei einem israelischen
Angriff getötet wurde. Die Dreharbeiten für den Film gestalteten sich
äußerst schwierig: Zwei palästinensische Kameramänner wurden von
israelischen Kommandos beschossen und schwer verletzt.
Internationalen Journalistinnen und Journalisten verwehrt Israel den
Zutritt zum Gazastreifen. Gestaltung: Hernan Zin