Wien (OTS) – Die von Martin Traxl präsentierte „kulturMATINEE“ am
Sonntag, dem 5.
Juli 2026, um 9.40 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON stellt mit der neuen
Dokumentation „Albertina – Eine Sammlung schreibt Geschichte“ (
Dacapo: 6. Juli, 23.15 Uhr) zum 250-Jahr-Jubiläum den – damals wie
heute – lebendigen Kulturschauplatz ins Rampenlicht. Danach
beleuchtet anlässlich 250 Jahre USA eine Ausgabe der Reihe „Ikonen
Österreichs“ mit dem Titel „From America to Austria“ den US-
amerikanischen Einfluss auf Kultur und Kulinarik der Alpenrepublik.
Neuproduktion „Albertina – Eine Sammlung schreibt Geschichte“ (
9.40 Uhr)
Die Albertina in Wien zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen
Europas. Begründet 1776 von Herzog Albert von Sachsen-Teschen umfasst
sie heute mehr als eine Million Zeichnungen und Druckgrafiken von der
Spätgotik bis zur Gegenwart und gibt einen umfassenden Überblick über
600 Jahre Kunstgeschichte. Die neue Dokumentation von Regisseurin
Katalin Hanappi anlässlich des 250. Jubiläums der Sammlung zeichnet
ein emotionales Porträt eines lebendigen Kulturschauplatzes, in dem
Vergangenheit und Gegenwart in stetigem Dialog stehen, und gibt
Einblicke hinter die Kulissen der renommierten Institution.
Was sich 1776 in der privaten Sammelleidenschaft von Erzherzogin
Marie Christine von Österreich und Herzog Albert von Sachsen-Teschen
begründete, entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Museum
mit heute mehr als einer Million Werken: von Albrecht Dürers
legendärem „Feldhasen“ über Selbstporträts von Rembrandt bis hin zu
Meisterwerken von Picasso und Monet.
Der Film führt auch durch Bereiche, die dem Publikum
normalerweise verborgen bleiben, wie den unterirdischen Tiefspeicher
mit seinem hochmodernen Robotersystem, zeigt den Auf- und Abbau von
Ausstellungen und gewährt Einblicke in die Restaurierungswerkstätten,
in denen auch mit historischen Werkstoffen, wie zum Beispiel
Stachelschwein-Stacheln und Stör-Klebstoff, gearbeitet wird.
Restauratorinnen und Restauratoren, Kuratorinnen und Kuratoren
sowie Kunsthistoriker:innen geben Einblick in ihre Arbeit – vom
Entrahmen empfindlicher Aquarelle bis zur mikroskopischen
Entschlüsselung einer Miniatur-Signatur, vom behutsamen Neuaufspannen
eines Gemäldes bis zur Analyse des berühmten Feldhasen, dessen
Geheimnisse bis heute nicht restlos gelüftet sind.
Generaldirektor Ralph Gleis, Kuratorin Elsy Lahner, Kurator
Christof Metzger und Restaurierungsleiterin Eva Glück führen durch
ein Haus, das sich zwischen historischem Erbe und zeitgenössischer
Kunst bewegt: von den Prunksälen in der Wiener Innenstadt über die
Albertina Modern am Karlsplatz bis zum Standort Klosterneuburg.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Sichtbarmachung
weiblicher Kunstschaffender – ein später, aber konsequenter Versuch,
jahrhundertelange Lücken der Kunstgeschichte zu schließen.
Die Dokumentation zeigt eine lebendige Institution, die ihre
Sammlung nicht nur bewahrt, sondern mit dem Blick in die Zukunft
täglich weiterentwickelt.