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Omar Al-Rawi (SPÖ) zur Salztorbrücke: „Wien investiert laufend in Verkehrssicherheit – die Sperre ist ein verantwortungsvoller Schritt“

Wien (OTS) – „Sichere Brücken und Verkehrswege sind kein Zufall,
sondern das
Ergebnis konsequenter und vorausschauender Arbeit. Wir in Wien
investieren laufend in die Verkehrssicherheit, damit unsere Bauwerke
langfristig verlässlich genutzt werden können. Die vorsorgliche
Sperre der Salztorbrücke für PKW und LKW ist dabei eine wichtige
Maßnahme: Durch die deutlich reduzierte Verkehrsbelastung kann die
Brücke nach derzeitigem Kenntnisstand von Fußgänger* innen, Radfahrer
* innen und dem Citybus weiterhin sicher genutzt werden. Das
engmaschige Monitoring läuft dabei bis zum Abbruch weiter. Beim
Schutz der Menschen gehen wir keinerlei Risiko ein“, betont der
Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität und
Wiener Stadtwerke, Wiener Gemeinderat Omar Al-Rawi (SPÖ).

Lehren aus Dresden: Monitoring rund um das Bauwerk verschärft

Die Salztorbrücke verbindet seit 1961 den 1. und 2. Bezirk über
den Donaukanal. Als besondere Spannbetonkonstruktion ist sie die
einzige ihrer Art in Wien. Genau deshalb hat die Stadt nach dem
Einsturz der Carolabrücke in Dresden 2024 besonders genau hingesehen:
Die Dresdner Brücke hatte eine ähnliche Spannstahlkonstruktion wie
die Salztorbrücke. Die ohnehin regelmäßigen, verdichteten
Bauwerksprüfungen wurden daraufhin nochmals intensiviert. Laufende
Riss-, Neigungs- und Schallemissionsmessungen liefern ein
engmaschiges Bild vom Zustand der Brücke, eingebaute Sensoren
überwachen sie im Dauer-Monitoring. Heuer kam ein Belastungstest
hinzu, dessen Messwerte mit einem Berechnungsmodell verglichen
wurden. Sollte das Monitoring Veränderungen wie Spanndrahtbrüche an
kritischen Stellen oder Biegerisse feststellen, wird die Brücke
sofort gesperrt.

„Was in Dresden passiert ist, hat uns allen vor Augen geführt,
wie wichtig ein wachsamer Blick auf ähnliche Bauwerke ist. Wien hat
darauf nicht mit Abwarten reagiert, sondern mit noch strengeren
Kontrollen. Sensoren halten gleichsam das Stethoskop an das Herz der
Salztorbrücke und hören auf jedes Warnsignal. Auf Basis dieser
Messungen und der Empfehlung einer Expert*innenkommission unter der
Leitung von Prof. Patrick Huber von der TU Wien handeln wir jetzt:
rechtzeitig, besonnen und mit klarem Plan“, unterstreicht Al-Rawi.

Brückeninstandsetzungsprogramm: Vorsorge mit System

Wiens 855 Brücken unterliegen strengsten Sicherheitskontrollen.
Die zuständige MA 29 kontrolliert und prüft die Bauwerke regelmäßig.
Mit ihrem Brückeninstandsetzungsprogramm stellt die Stadt
Verkehrssicherheit und langfristige Nutzbarkeit sicher. Entlang des
Donaukanals wurden bereits wesentliche Querungen umfassend erneuert:
Die Gesamtinstandsetzung der Aspernbrücke wurde im Mai 2024
abgeschlossen, jene der Augartenbrücke im Juli 2025. Auf der
Marienbrücke wurde heuer im Sommer der Fahrbahnbelag ausgebessert,
nach dem Neubau der Salztorbrücke wird sie gesamtinstandgesetzt.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt den Mitarbeiter*innen der MA 29.
Sie wachen Tag für Tag über 855 Brücken und prüfen jede einzelne mit
höchster Sorgfalt. Ihre Arbeit bleibt oft unsichtbar, dabei ist sie
das Fundament, auf dem sich Wien sicher bewegt. Dass wir Brücken
rechtzeitig instandsetzen oder neu bauen, statt auf Probleme zu
warten, ist gelebte Vorsorge und zeigt, dass Wien verantwortungsvoll
und vorausschauend handelt“, so Al-Rawi.

Neubau: Mehr Platz für Radfahrende und Fußgehende

Unmittelbar nach der Sperre starten die Planungen für die neue
Salztorbrücke, gefolgt von Ausschreibung und Wettbewerb. Ab Anfang
2028 wird die bestehende Brücke abgebrochen, mit Beginn 2029 beginnt
die Neuerrichtung. Die neue Brücke wird den Anforderungen einer
modernen Mobilität gerecht: Radfahrende erhalten mehr Platz und
attraktivere Verbindungen, Fußgehende profitieren von einer
komfortableren und sichereren Querung. Busse können die Brücke auch
künftig nutzen, nach Abschluss der Arbeiten wird sie wieder für den
Individualverkehr geöffnet.

„Aus einem Bauwerk der 60er-Jahre wird eine Brücke für das 21.
Jahrhundert. Fußgehende und Radfahrende bekommen auf ihrem Weg über
den Donaukanal künftig deutlich mehr Raum. Jede Investition in
sichere Brücken ist eine Investition in die Lebensqualität aller
Wiener*innen. So bleibt Wien die lebenswerteste Stadt der Welt und
wird Stück für Stück noch lebenswerter“, so Al-Rawi abschließend. (
Schluss) sh