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Österreich stärkt die Finanzierung von Energieeffizienz: Nationaler Hub startet im Oktober

Wien (OTS) – Der österreichische National Hub der European Energy
Efficiency
Financing Coalition (EEEFC) nimmt am 9. Oktober seine Arbeit auf. 26
Institutionen aus Finanzwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft werden gemeinsam an Lösungen zur Mobilisierung
privater Investitionen in Energieeffizienz arbeiten.

Anfang Oktober startet mit dem österreichischen Hub der EEEFC eine
neue nationale Plattform, um die Finanzierung von Energieeffizienz
gemeinsam mit zentralen Marktakteuren voranzutreiben und zusätzliche
private Investitionen für die Energiewende zu mobilisieren. Der Hub
wird unter der Führung des Bundesministeriums für Land- und
Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft (BMLUK) in Kooperation mit dem Bundesministerium für
Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) aufgebaut.

Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: „Der effiziente Umgang
mit Energie ist ein vernünftiger und wichtiger Beitrag zum Umwelt-
und Klimaschutz. Im Gebäudebereich wollen wir mit mehr privaten
Investitionen die Sanierungsquote weiter erhöhen und damit den
Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen reduzieren. Dazu
leisten sowohl große Finanzunternehmen als auch KMU, die das Rückgrat
unserer Wirtschaft sind, einen wichtigen Beitrag. Mit dem nationalen
Hub vernetzen wir alle Beteiligten noch besser und erleichtern
Finanzierungslösungen für mehr Energieeffizienz.“

Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner: „Energiewende und
Klimaschutz können auf Dauer nicht allein über immer neue Förderungen
aus öffentlichen Budgets finanziert werden. Wenn wir die notwendigen
Investitionen in unserem Energiesystem und im Gebäudebestand stemmen
wollen, müssen wir privates Kapital deutlich stärker mobilisieren.
Gerade im Gebäudebereich liegt darin eine große wirtschaftliche
Chance: Investitionen in thermische und energetische Sanierungen
senken den Energieverbrauch, machen Gebäude widerstandsfähiger
gegenüber veränderten klimatischen Bedingungen und schaffen zugleich
hohe Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich. Entscheidend ist
deshalb, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass privates Kapital
rascher in sinnvolle und wirtschaftlich tragfähige Projekte fließen
kann.“

Gemeinsame europäische Plattform für mehr
Energieeffizienzinvestitionen
Die EEEFC ist eine auf der Energieeffizienzrichtlinie (EED III)
basierende Initiative. Ziel ist es, durch eine europaweite Austausch-
und Stakeholderplattform günstige Rahmenbedingungen für
Energieeffizienzinvestitionen zu schaffen und damit die für die
europäischen Emissionsreduktionsziele erforderlichen privaten
Finanzmittel zu mobilisieren. Die Initiative bringt die Europäische
Kommission, die Mitgliedstaaten sowie Vertreterinnen und Vertreter
von Finanzinstitutionen und der Industrie auf mehreren Ebenen
zusammen. In den Mitgliedstaaten werden derzeit nationalen Hubs
aufgebaut, die die europäische Zusammenarbeit auf die jeweiligen
nationalen Gegebenheiten übertragen, sektor- und länderspezifische
Finanzierungshemmnisse überwinden und entsprechende
Finanzierungslösungen entwickeln sollen.

Österreichischer Hub mit Fokus auf Gebäude-Sektor und KMU-Sektor
In Österreich wurden die 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittels
öffentlichem Call for Interest aus über 70 Bewerbungen ausgewählt;
ergänzend wurden relevante öffentliche Institutionen zur Mitwirkung
eingeladen. Bei der Auswahl wurde neben Expertise und zeitlicher
Verfügbarkeit auf eine ausgewogene Zusammensetzung mit Vertreter aus
Finanzindustrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
geachtet. Neben ein- bis zweimal jährlich stattfindenden Treffen des
Hubs werden zwei thematische Arbeitsgruppen zu den
Themenschwerpunkten der Energieeffizienz-Finanzierung im
Gebäudesektor sowie im KMU-Sektor aufgesetzt. Die Arbeitsgruppen
werden durch die von der Europäischen Kommission bereitgestellten
National Experts RENOWAVE.AT eG für den Gebäudesektor und e7 GmbH für
den KMU-Sektor geleitet.

Beitrag zur Umsetzung der österreichischen Green Finance Agenda
Der nationale Hub leistet auch einen Beitrag zur Umsetzung der
österreichischen Green Finance Agenda, die Maßnahmen und
Handlungsfelder für die Skalierung nachhaltiger Finanzinstrumente und
die Mobilisierung klimafreundlicher Investitionen definiert. Der Hub
übernimmt eine wichtige Brückenfunktion zwischen nationalen
Stakeholder aus dem Finanzsektor, Realwirtschaft, Wissenschaft,
Sozialpartner und Zivilgesellschaft und ermöglicht durch seine
Einbettung in die europäische Kooperation den Austausch von Wissen
und Erfahrungen über Österreich hinaus.

Die Liste der ausgewählten Mitglieder finden Sie auf der Website des
BMLUK .