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Medienkompetenz-Tage des ORF Vorarlberg

Wien (OTS) – Mit einem Medienkompetenz-Schwerpunkt am 22. und 23.
Oktober 2026
setzt der ORF Vorarlberg gemeinsam mit Russmedia und dem Europäischen
Parlament auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Zeiten von
Falschinformationen. Ziel ist es, die Mechanismen von Desinformation
sichtbar zu machen und Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen
Mediennutzerinnen und -nutzer Informationen kritisch prüfen können.

Zwei Tage – vier Zielgruppen

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die manipulierte Wahrheit – Wie
stabil ist unser Fundament aus Fakten?“ mit einem Panel aus
Journalismus, Europäischer Union und Bildung richtet sich an die
breite Öffentlichkeit. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe setzen
sich in einem interaktiven Workshop mit den Mechanismen gezielter
Falschinformation auseinander und erweitern auf spielerische Art und
Weise ihre Medienkompetenz. Lehrkräfte nehmen an einer ganztägigen
Fortbildung zum Thema Medienkompetenz teil und lernen so
Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz zu verstehen, die
Prinzipien von Desinformation zu durchschauen und algorithmische
Mechanismen zu reflektieren. Journalistinnen und Journalisten lassen
sich in Workshops zu Medienkompetenz-Trainerinnen und -Trainern nach
dem Konzept des „Digitalen Kompass“ ausbilden.

Schülerworkshop, Lehrkräftefortbildung und Trainingsworkshop sind
ausgebucht. Zur Podiumsdiskussion am 22. Oktober um 18.30 Uhr im ORF-
Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn sind alle herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter karten.vbg@
orf.at oder 05572 301.

Podiumsdiskussion „Die manipulierte Wahrheit“

Am Abend des 22. Oktober findet um 18.30 Uhr die
Podiumsdiskussion „Die manipulierte Wahrheit – Wie stabil ist unser
Fundament aus Fakten?“ im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn
statt, eine gemeinsame Veranstaltung von ORF Vorarlberg, Vorarlberger
Nachrichten und dem Europäischen Parlament. Am Podium diskutieren
Petra Stolba (Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in
Österreich), Michael Prock (Ressortleiter Politik bei den
Vorarlberger Nachrichten), Helene Voglreiter (Redaktionsleiterin TV-
Nachrichten/Video/Verification ORF) sowie Alexander Wachter (
Mediencoach und Sozialarbeiter beim ifs Kinderschutz). Martina Huber
(ORF Vorarlberg) moderiert die Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt
stehen Fragen rund um Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Was macht eine
Information verlässlich? Welche Rolle spielen Algorithmen und soziale
Medien bei der Verbreitung von Nachrichten? Es geht auch um die
Verantwortung von Medien, Politik und Gesellschaft. Welche Regeln
braucht es für digitale Plattformen? Was kann die EU gegen
Desinformation und Manipulation unternehmen? Und wo liegen die
Grenzen zwischen Regulierung und Meinungsfreiheit?

Interaktiver Workshop für Schülerinnen und Schüler

Am Freitag, 23. Oktober, sind Oberstufen-Schülerinnen und –
Schüler zu einem Medienkompetenz-Workshop eingeladen. Er findet beim
Kooperationspartner Russmedia in Schwarzach statt. Die Teilnehmenden
erwartet ein interaktiver Workshop, bei dem sie anhand des „Bad News
Game“ am Smartphone verschiedene Techniken zur Verbreitung von
Desinformation kennenlernen. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu
stärken, dass Informationen im Netz immer kritisch hinterfragt werden
müssen und nicht vorschnell weiterverbreitet werden sollen. Die
Teilnehmenden bekommen auch Online-Tools vorgestellt, die sie selbst
anwenden können, um Informationen im Netz aktiv zu prüfen.

Medienkompetenz-Fortbildung für Lehrkräfte

Lehrinnen und Lehrer sind am 23. Oktober zu einem interaktiven
Fortbildungstag eingeladen. Journalistinnen und Journalisten vom ORF
erklären, wie professionelle Nachrichten entstehen und wie man
Falschinformationen erkennen kann. Unter anderem geht es um diese
Fragen: Was ist Falschinformation, Misinformation, Desinformation und
wie kann man das unterscheiden? Wie kann man selbst überprüfen, ob
Informationen stimmen oder nicht? Wie erkennt man KI-Texte oder
künstlich erzeugte Bilder oder Videos? Wie funktioniert
Qualitätsjournalismus? Die Lehrkräfte werden für Gefahren im Netz
sensibilisiert und bekommen Videos, Tipps und Materialien für ihren
Unterricht.

Digitaler Kompass – Know-how für Medienmenschen

Eine weitere Fortbildungsmaßnahme im Rahmen des Medienkompetenz-
Schwerpunktes richtet sich an die Medienbranche. Journalistinnen und
Journalisten von ORF Vorarlberg, ORF Tirol, Kronenzeitung Vorarlberg
und Russmedia werden in Workshops zu Medientrainerinnen und
Medientrainern ausgebildet. Der „Digitale Kompass“ engagiert sich als
gemeinnützige Organisation für mehr Medienkompetenz in Österreich und
Europa, arbeitet an der Schnittstelle von Pädagogik und Journalismus
und bildet Medienkompetenz-Trainerinnen und -Trainer für die Arbeit
an Schulen aus.

Gebündeltes Medienkompetenz-Wissen im ORF

Der ORF hat bereits sehr viele Angebote und E-Learning-
Materialien zur Stärkung der Medienkompetenz entwickelt. Sie sind
alle auf der Website bildung.ORF.at gebündelt.

Starke Kooperationspartner

Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg: „Als öffentlich-
rechtliches Medienunternehmen trägt der ORF Vorarlberg Verantwortung
für die Stärkung der Urteilskraft seines Publikums. Gemeinsam mit
Russmedia und dem Europäischen Parlament bündeln wir unsere Kräfte,
um die Medienkompetenz in Vorarlberg zu fördern. Denn nur informierte
Bürgerinnen und Bürger können Desinformation erkennen, dagegenhalten
und selbstbestimmt entscheiden. Mein Dank gilt unseren Partnern für
die ausgezeichnete Zusammenarbeit!“

Petra Stolba, Europäisches Parlament/Verbindungsbüro in
Österreich: „Desinformation betrifft uns alle, ob im Newsfeed oder im
Familienchat. Die EU hat dazu klare Pflichten für große Online-
Plattformen geschaffen. Außerdem geht es dem Europäischen Parlament
um unabhängige Medien, Faktenchecker und Medienkompetenz. Es braucht
nicht nur Gesetze, sondern auch eine informierte und kritische
Gesellschaft.“

Martina Huber, Projektleiterin Medienkompetenz-Tag/ORF
Vorarlberg: „Medienkompetenz hilft uns, kritisch hinzuschauen,
Quellen einzuordnen und eine fundierte eigene Meinung zu bilden.
Gerade in Zeiten von Social Media, KI und zunehmender Desinformation
wird das immer wichtiger. Denn wir müssen nicht nur Informationen
hinterfragen, sondern auch erkennen können, welchen Quellen wir
vertrauen können. Mit dem Schwerpunkt im ORF Vorarlberg wollen wir
genau dafür sensibilisieren und zum kritischen Umgang mit
Informationen anregen.“

Mirijam Haller, Projektleiterin Medienkompetenz-Tage/Vorarlberger
Nachrichten: „Junge Menschen begegnen Nachrichten und Informationen
heute ständig und dies sehr oft über soziale Medien. Umso wichtiger
ist es, unterscheiden zu können: Was ist eine verlässliche
Information, was Meinung und wo beginnt gezielte Manipulation? Als
Vorarlberger Nachrichten sehen wir es als Teil unserer Verantwortung,
Medienkompetenz zu stärken und transparent zu machen, wie
professioneller Journalismus Informationen prüft und einordnet. Wir
wollen Werkzeuge mitgeben, die helfen, Informationen kritisch zu
hinterfragen und dadurch eine fundierte eigene Meinung zu bilden.“