Wien (OTS) – Die heute veröffentlichten Eurobarometer-Daten zeigen
einen klaren
Auftrag an die europäische und österreichische Politik: „Das
Eurobarometer ist ein deutliches Signal: Die Menschen wollen eine
stärkere und handlungsfähigere Europäische Union. Gerade in Zeiten
von Krieg, geopolitischer Unsicherheit, Energieabhängigkeiten,
Teuerung und Angriffen auf Demokratie und Rechtsstaat braucht es ein
Europa, das gemeinsam handeln kann“, erklärt Meri Disoski, außen- und
europapolitische Sprecherin der Grünen.
Die aktuellen Daten zeigen unter anderem, dass eine große
Mehrheit der Europäer:innen die EU als Stabilitätsanker sieht, mehr
Zusammenhalt zwischen den Mitgliedstaaten will und der EU mehr Mittel
zur Bewältigung globaler Herausforderungen zutraut.
Auch in Österreich zeigt sich seit Monaten ein klares Bild: Viele
Menschen wünschen sich eine EU, die international stärker auftritt
und in Krisenzeiten mehr Zusammenhalt organisiert. „Die
Bundesregierung muss diese Stimmung ernst nehmen. Wer ein Europa
will, das schützt, Krisen bewältigt, Sicherheit schafft,
Energieunabhängigkeit stärkt, Forschung ermöglicht und Demokratie
verteidigt, muss auch bereit sein, über die dafür notwendigen
europäischen Mittel zu sprechen“, so Disoski.
Besonders mit Blick auf die Verhandlungen zum nächsten
mehrjährigen Finanzrahmen der EU brauche es von Österreich eine
konstruktivere Linie. „Es ist keine verantwortungsvolle
Europapolitik, reflexartig nur ‚kürzen, kürzen‘ zu rufen.
Verantwortungsvolle Europapolitik heißt, zuerst zu sagen, welche
Bereiche für unsere gemeinsame Zukunft zentral sind:
Energieunabhängigkeit, Klimaschutz, Forschung und Innovation,
Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit, Katastrophenschutz,
Rechtsstaatlichkeit, soziale Kohäsion und die Unterstützung der
Ukraine. Erst dann kann seriös über Prioritäten, Effizienz, Kontrolle
und Finanzierung gesprochen werden“, betont Disoski.