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20 Jahre Erzählkunst-Festival „Fabelhaft Niederösterreich“

St. Pölten (OTS) – „Fabelhaft Niederösterreich“ feiert sein
20-jähriges Jubiläum. Was
2007 auf Initiative von Folke Tegetthoff und Landeshauptmann Erwin
Pröll begonnen hat, „ist heute ein fester Bestandteil der
niederösterreichischen Kulturlandschaft“, sagte Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner im Zuge der heutigen Pressekonferenz im Palais
Niederösterreich. Deshalb werde man die Zusammenarbeit mit dem
Festival um weitere zwei Jahre verlängern, kündigte sie an.

„20 Jahre voller Geschichten, voller Fantasie und voller
unvergesslicher Begegnungen: Folke Tegetthoff hat mit diesem Festival
etwas ganz Besonderes geschaffen“, betonte Mikl-Leitner. „Fabelhaft
Niederösterreich“ biete Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt
eine Bühne und bringe Menschen unterschiedlichster Generationen
zusammen. „Es steht für internationale Qualität und regionale
Verwurzelung.“

Kunst und Kultur müssten in allen Regionen des Landes und für
alle erlebbar sein, unterstrich die Landeshauptfrau zudem. Bad
Schönau als Heimat des Festivals zeige, „dass auch kleine Gemeinden
große kulturelle Strahlkraft entwickeln können“. Der Ort mit rund
tausend Einwohnerinnen und Einwohnern begrüße jährlich rund 1.500
Festivalgäste. „Im Jubiläumsjahr kommen mit dem Rathaus, dem
Krahuletz-Museum und der Landesberufsschule in Eggenburg weitere
Schauplätze dazu“, führte sie aus.

Besonders hob Mikl-Leitner die „Schule des Zuhörens“ hervor. „Nur
weil wir ständig über Social Media, per WhatsApp oder SMS miteinander
kommunizieren, heißt das noch lange nicht, dass wir einander auch
zuhören. Dabei beginnen genau dort das gegenseitige Verständnis und
ein friedliches Miteinander.“ Seit 2007 haben mehr als 150.000
Menschen in zwölf Ländern an knapp tausend Workshops teilgenommen,
mehr als 400 davon fanden in Niederösterreich statt. Im Jubiläumsjahr
erreicht die Initiative erneut 20 niederösterreichische
Bildungseinrichtungen. „Kinder und Jugendliche lernen dabei, nicht
nur ihre eigene Stimme zu erheben, sondern auch anderen Gehör zu
schenken“, zeigte sich die Landeshauptfrau erfreut über die
Fortsetzung der Initiative.

Auch Festivalgründer und Erzähler Folke Tegetthoff erzählte von
der Entstehung des Festivals und meinte: „Ich wusste damals schon,
Niederösterreich ist ein Kultur-Schlaraffenland.“ Die „Schule des
Zuhörens“ bezeichnete er als sein Herzensprojekt: „Gerade in diesem
gigantischen Paradigmenwechsel, in dem wir jetzt stehen und der unser
Kommunikationsverhalten total auf den Kopf stellen wird, ist es umso
wichtiger, zu zeigen, dass es die direkte Kommunikation ist, die
unser Menschsein ausmacht.“

Bürgermeister Feri Schwarz erklärte, warum ein Kulturfestival wie
„Fabelhaft Niederösterreich“ gerade in einer Gesundheitsgemeinde
stattfinde: „Gesundheit und Kultur bilden eine Einheit. Erzählen und
Zuhören können einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Körper und
einem gesunden Geist leisten.“ Deshalb freue er sich sehr, dass Bad
Schönau „seit 14 Jahren Heimat für dieses wunderbare Festival“ sei.

Elisabeth Ring, Generalsekretärin der Niederösterreichischen
Versicherung, die seit fast 20 Jahren Hauptsponsor des
Erzählkunstfestivals ist, sagte, „Fabelhaft Niederösterreich“ passe
perfekt zum NV-Motto „Nähe verbindet“. Erzählen und Zuhören
spiegelten auch die Werte des Unternehmens wider. „Denn das beste
Kundengespräch beginnt nicht mit dem besten Versicherungsprodukt,
sondern damit, zuzuhören“, so Ring.

Zu Wort kam auch Susanne Stökl, Direktorin Krahuletz-Museums in
Eggenburg, das heuer ebenfalls Partnerin des Festivals ist. „Unsere
Ausstellung ,Märchen, Mythen und Legenden´ sowie lebendige
Erzählkunst ergänzen sich perfekt. Wir erweitern damit historische
Grenzen und die Wahrnehmung mit allen Sinnen.“

Vom 7. bis 9. November gastiert „Fabelhaft Niederösterreich“
erstmals im Krahuletz-Museum in Eggenburg, vom 12. bis 15. November
im Sconarium Bad Schönau. Alle Informationen zum Festival als auch
zur „Schule des Zuhörens“ online auf www.storytellingfestival.at