Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Inneres (BMI) und der
gemeinnützige Verein
„100% Sport – Österreichisches Zentrum für Genderkompetenz und Safe
Sport“ verstärken ihre Zusammenarbeit zum Schutz von Sportlerinnen
und Sportlern vor Gewalt, sexuellen Übergriffen und Missbrauch. Am
23. Oktober 2026 unterzeichneten Innenminister Gerhard Karner und
Vereinspräsidentin Rosa Diketmüller eine entsprechende Vereinbarung.
Mit der Kooperation wollen das BMI und 100% Sport ihre Maßnahmen
zur Sensibilisierung, Prävention und Intervention verstärken. Ein
besonderer Fokus liegt dabei auf dem BMI-Spitzensportkader – die
Sportlerinnen und Sportler sind Botschafter für Safe-Sport-Themen.
„Sport sorgt für Emotionen und begeistert viele Menschen. Dabei
darf Gewalt keinen Platz haben. Die Zusammenarbeit zwischen 100%
Sport und dem Innenministerium soll hier einen weiteren Beitrag dazu
leisten“, betonte Innenminister Gerhard Karner.
Vorsorge und Prävention für sicheren Sport
Zu den konkreten Maßnahmen zählen die Bereitstellung eines Safe-
Sport-E-Learnings und die Sensibilisierung von Sportlerinnen,
Sportlern, Trainerinnen und Trainern des BMI-Spitzensportkaders.
Ergänzend sind Erfahrungsaustausch und gemeinsame „Train the Trainer“
-Formate unter Einbindung von Präventionsbeamtinnen und -beamten, der
Initiative GEMEINSAM.SICHER, dem Psychologischen Dienst des BMI und
100% Sport geplant.
Die Vereinbarung sieht darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit
der für Sportangelegenheiten zuständigen Abteilung des BMI, des
Bundeskriminalamtes und 100% Sport bei Verdachtsfällen vor. Ein
regelmäßiger Austausch und Wissenstransfer zwischen den
Kooperationspartnern sowie gemeinsame Aktivitäten in nationalen und
internationalen Netzwerken sollen die Zusammenarbeit weiter stärken.
Die Umsetzung erster Maßnahmen ist zugleich mit der Neuaufnahme neuer
Polizeisportlerinnen und Polizeisportler in den BMI-Spitzensportkader
2026 vorgesehen.
100% Sport ist ein vom Sportministerium eingerichteter
überparteilicher Verein zur Förderung der Integrität im Sport.
Geschlechtergleichstellung, Gewaltprävention, Kinderschutz sowie Safe
-Sport-Agenden zählen ebenso zu den Kernaufgaben des
Kompetenzzentrums wie die Unterstützung von Sportorganisationen bei
der Entwicklung von Schutzkonzepten, Ehrenkodizes und Risikoanalysen.