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Spürbare Belastung für Ostregion, Peanuts für den Bund: Verlustgeschäft Flugabgabe

Wien (OTS) – Die Österreichische Hotelvereinigung teilt die Kritik an
der
Flugabgabe von Bürgermeister Michael Ludwig und Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner zu 100%. „Gerade Wien lebt von Gästen, die mit
dem Flugzeug kommen, da hat Bürgermeister Ludwig absolut recht“,
verweist Alexander Ipp, ÖHV-Vizepräsident und Landesvorsitzender
Wien, auf die hohe Bedeutung von Airlines und Passagieren für die
Wiener Wirtschaft. Johannes Scheiblauer, ÖHV-Landesvorsitzender in
Niederösterreich, stimmt Landeshauptfrau Mikl-Leitner zu: „Die
Flugabgabe schadet dem Land, Nutznießer sind der Flughafen und der
Tourismus in Bratislava und Umgebung. Das war absehbar und wäre
vermeidbar gewesen. “

Zwtl.: Wegen Flugabgabe vom Passagier-Rekord ins Minus

Nach 2025 mit 32,6 Mio. Passagieren liegt der Flughafen Wien
schon von Jänner bis September um 4,5% unter dem Vorjahr. Und der
Trend verstärkt sich: Seit April liegt das Minus sogar noch darüber,
zwischen 4,6% und 8,2 %, nachdem Wizz Air die Wien-Basis geschlossen,
Ryanair fünf Flugzeuge und neun Strecken abgezogen hat und
stattdessen in Bratislava ausbaut. Beide nennen die Flugabgabe als
Grund. Damit sei die Flugabgabe auch kein Hebel für nachhaltiges
Reisen, bedauert Scheiblauer: „Wer nach Bratislava statt nach Wien
fliegt, steigt nicht auf den Zug um, spart keinen einzigen
Flugkilometer, nicht eine Tonne CO2 ein.“

Zwtl.: Flugabgabe als Belastung für Wirtschaft und Haushalt

Geht die Entwicklung so weiter, verliert Wien 2026 rund 0,95 Mio.
Nächtigungen und damit 185 Mio. Euro an Wertschöpfung, die Flugabgabe
bringt in Summe 170 Mio. Euro – aber nur, wenn nicht noch mehr
Airlines und Passagiere einen Bogen um Wien machen. „Die Flugabgabe
ist ein Verlustgeschäft“, bringen Ipp und Scheiblauer die Kritik auf
den Punkt. Sind der Bundesregierung Arbeitsplätze und Wirtschaft
wichtig, sollte sie die Flugabgabe am besten streichen: „Sonst werden
die Peanuts für das Bundesbudget zur echten Belastung für die
Ostregion.“

Zwtl.: Branchenbefragung eindeutig: Kein Spielraum für weitere
Belastungen!

Direkt belastet werden Hotels, die laut der aktuellen
Branchenbefragung ÖHV-Inside großteils mit dem Rücken zur Wand
stehen. Selbst bei gleichbleibenden Nächtigungszahlen reicht das
leichte Umsatzplus nicht, um starke Kostenanstiege zu kompensieren.
90 % der Hotels können Kostensteigerungen nicht oder nur teilweise an
Gäste weitergeben, gleichzeitig sinken Aufenthaltsdauer (60%) und
Gästeausgaben (62%). „Kommen durch weniger Landungen noch weniger
Gäste, die weniger Geld ausgeben, weil die Airlines Wien links liegen
lassen, wird es eng“, warnt ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer.

Zwtl.: Mit Ortstaxenerhöhung Doppelschlag für Wien

Dazu kommt für Wien noch die Anhebung der Ortstaxe um 150%: „Ein
Doppelschlag zur schlechtesten Zeit. So wie 12 Euro Flugabgabe
Airlines vertreiben, wird auch diese Erhöhung nicht spurlos an Wien
vorübergehen“, verweist Ipp auf Kongress- und Reiseveranstalter, für
die es um große Summen geht: „Wie bei den Airlines gibt es auch da
preissensible Segmente, die Wien sicher nicht zur Konkurrenz schicken
will“, plädiert er auch hier für ein Überdenken. Wie ÖHV-Inside
zeigt, können derzeit weder Kostensteigerungen ausreichend an Gäste
weitergegeben noch von den Hotels übernommen werden.

Weitere Pressemeldungen der ÖHV sowie Bildmaterial finden Sie
unter www.oehv.at/presse