Wien (OTS) – Die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Sigi Maurer,
kritisiert
den gestrigen ZIB-2-Auftritt von Wissenschaftsministerin Eva-Maria
Holzleitner scharf: „Die Wissenschaftsministerin spricht von einem
stabilen Budget und muss im selben Interview zugeben, dass das Geld
nicht reicht, wenn alles bleibt wie bisher. Gleichzeitig kann sie
nicht erklären, wie die befürchteten Einschnitte verhindert werden
sollen. Das ist eine Bankrotterklärung für die Wissenschaftspolitik
dieser Regierung“, sagt Maurer.
Die Rektor:innen haben deutlich gemacht, dass 18 Milliarden Euro
nötig wären und alles unter 17 Milliarden aus ihrer Sicht
katastrophale Folgen hätte. Jede zehnte Stelle könnte in Gefahr
geraten. „Es drohen weniger Lehrende, schlechtere Studienbedingungen
und massive Einschnitte in die Forschung. Auch an Unikliniken wie dem
AKH gibt es Sorgen um Arbeitsplätze und die medizinische Versorgung.
Daran ändern auch die Beschwichtigungen der Ministerin nichts“,
kritisiert Maurer.
„Holzleitner ist nicht nur Wissenschaftsministerin, sondern auch
Teil der SPÖ-Spitze. Während ihre Partei mit internen Machtkämpfen
beschäftigt war, wurde ein Uni-Budget beschlossen, vor dessen Folgen
die Rektor:innen eindringlich warnen. Da drängt sich die Frage auf:
Hatte Holzleitner vor lauter SPÖ-Turbulenzen überhaupt noch Zeit, für
die Universitäten zu kämpfen? Wenn ich mir das Ergebnis der
Budgetverhandlungen anschaue, lautet meine Antwort: Nein“, hält
Maurer fest.