Wien (OTS) – Die SPÖ-Nationalratsabgeordneten Sabine Schatz und Petra
Bayr
begrüßen den heute präsentierten Schutzbrief gegen weibliche
Genitalverstümmelung (FGM/C). „Jedes Mädchen und jede Frau hat ein
Recht auf körperliche Unversehrtheit und ein selbstbestimmtes Leben.
Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere
Menschenrechtsverletzung und eine besonders grausame Form von Gewalt.
Wir müssen alles daransetzen, diese Gewalt zu verhindern und
gefährdete Mädchen zu schützen“, betonen Schatz und Bayr. ****
Weibliche Genitalverstümmelung kann schwerwiegende und
lebenslange körperliche und psychische Folgen haben. In besonders
schweren Fällen kann sie sogar zum Tod führen. „Der Schutzbrief wurde
nach internationalen Vorbildern erarbeitet. Er soll Familien über die
Rechtslage informieren und sie dabei unterstützen, ihre Töchter auch
bei Reisen in Herkunftsländer vor möglichem Druck aus dem familiären
Umfeld zu schützen. Das offizielle Dokument ähnelt einem Pass und
macht deutlich: Weibliche Genitalverstümmelung ist in Österreich
verboten und auch dann strafbar, wenn sie im Ausland durchgeführt
wird“, betont Schatz.
Schätzungen zufolge leben in Österreich rund 11.000 betroffene
Frauen und Mädchen. Bis zu 3.000 Mädchen gelten als gefährdet.
Weltweit sind laut UNICEF mehr als 230 Millionen Mädchen und Frauen
betroffen. „Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Aufklärung und
Prävention sind. Weibliche Genitalverstümmelung muss klar benannt und
entschieden bekämpft werden. Wir müssen offen darüber sprechen,
betroffene Frauen unterstützen und gefährdete Mädchen konsequent
schützen“, hält Bayr fest.
Der Schutzbrief ist Teil des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt
an Frauen, der unter Federführung von SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria
Holzleitner erarbeitet wurde. Darin sind umfangreiche Maßnahmen zum
Gewaltschutz enthalten. (Schluss) eg/ls