Wien (OTS) – Dieter Bornemann präsentiert das ORF-Wirtschaftsmagazin
„Eco“ am
Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF
ON mit folgenden Beiträgen:
Gemüse-GAU – wie ein Konzern die heimische Tiefkühlproduktion
gefährdet
In 180 Minuten vom Feld in die Packung – so bewirbt Iglo den
Spinat frisch aus dem Marchfeld. Doch damit dürfte jetzt Schluss
sein. Denn das Tiefkühlwerk der Firma Ardo in Groß-Enzersdorf soll
nächstes Jahr im August geschlossen werden. Der belgische Konzern ist
der größte Produzent von Tiefkühlgemüse in Europa und fährt aktuell
einen harten Sparkurs. Was Landwirtschaft und Politik aber besonders
aufregt, ist die Art, wie das Werk geschlossen werden soll. So
schnell lässt sich keine neue Fabrik aufbauen und alle Versuche, den
bestehenden Betrieb zu pachten oder zu kaufen, wurden bisher von Ardo
abgelehnt. Zurück bleiben rund 300 Bäuerinnen und Bauern, die keinen
Abnehmer für ihr Gemüse mehr haben, und Konsumentinnen und
Konsumenten, die in den kommenden Jahren wohl weitgehend auf
Tiefkühlgemüse aus Österreich verzichten werden müssen. Bericht: Lisa
Lind, Johannes Schwitzer-Fürnsinn
Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu – schaut der Staat weg?
Hauptsächlich Bargeld und ja keine Rechnung – das älteste Gewerbe
der Welt lebt von Geheimhaltung und Verschwiegenheit. Doch genau
diese kostet den Staat viel Geld. Denn als Selbstständige sind auch
Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in Österreich ab einem gewissen
Umsatz steuerpflichtig, doch nur die wenigsten kommen dieser
Verpflichtung auch nach. Prostituierte, die ehrlich ihre Steuern
zahlen, wünschen sich, dass die Finanz jetzt endlich genauer
hinsieht. Denn Druck und Ausbeutung in der Branche treiben die Preise
nach unten. Illegale Prostitution und Abgabenbetrug sind die Folgen.
Schaut der Staat hier tatsächlich weg? Ist es überhaupt möglich,
Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu zu verhindern? Bericht: Ines
Ottenschläger, Matthias Linke
Mistrals Milliardenwette – warum Europas KI-Hoffnung auf Linz
setzt
Bevor ein neuer BMW auf die Straße darf, wird er Tausende Male im
Computer gecrasht. Die Auswertung eines Tests dauert eine halbe
Stunde, mit künstlicher Intelligenz soll diese Zeitspanne auf zwei
Minuten sinken. Die KI stammt vom französischen Unternehmen Mistral –
Europas Hoffnung gegen ChatGPT und Co. Entwickelt wird sie zum Teil
in Linz, wo Mistral im Mai Emmi AI übernommen hat. Bei Chatbots ist
die Konkurrenz weit überlegen, jetzt setzt man auf milliardenschwere
KI-Modelle für die Industrie. Geht diese Wette auf? Bericht: Michael
Mayrhofer