Totschnig: Klimawandelanpassung ist Investition in die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen

Wien (OTS) – Angesichts der anhaltenden Hitzewelle und zunehmender
Extremwetterereignisse setzt das Umwelt- und Klimaministerium seine
Investitionen in die Anpassung an den Klimawandel konsequent fort.
Mit Maßnahmen in den Bereichen Gebäudesanierung,
Trinkwasserversorgung, Begrünung, Gewässerökologie und
klimaresiliente Gemeinden werden Städte und Regionen
widerstandsfähiger gegen die Folgen der Erderwärmung gemacht.

Die Maßnahmen des Umweltministeriums orientieren sich am
österreichischen Sachstandsbericht zum Klimawandel sowie der
Österreichische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel und
verfolgen das Ziel, Österreich bestmöglich auf diese Entwicklungen
vorzubereiten.

Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: „Wir erleben derzeit
Temperaturen, die viele Menschen im Land belasten. Wissenschaftlich
ist seit Langem bestätigt, dass Extremwetterereignisse wie Hitze,
Dürre, Starkregen und Muren häufiger und intensiver werden und
erhebliche Folgen für Gesundheit, Infrastruktur, Landwirtschaft und
Tourismus haben. Deshalb setzen wir seit vielen Jahren auf
systematische Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel – nicht nur
dann, wenn es heiß ist, sondern an 365 Tagen im Jahr. Diesen Weg
müssen wir konsequent fortsetzen.“

„Besonders wichtig sind Investitionen in die thermische Sanierung
von Gebäuden, eine sichere Trinkwasserversorgung, Beschattung und
Begrünung sowie kühlende Wasserflächen und Hitzeaktionspläne auf
Gemeindeebene. Gleichzeitig bleibt der Klimaschutz unverzichtbar und
darum setzen wir erfolgreiche Maßnahmen wie den Heizkesseltausch
trotz Spardrucks fort“, so Totschnig .

Sektionschef Jürgen Schneider: „Mit dem Doppelbudget schaffen wir
den Spagat zwischen Konsolidierung und Weiterführung bewährter
Maßnahmen. Beim zentralen Indikator Zusagerahmen (also wie viele
Mittel dürfen pro Jahr neu zugesagt werden) werden wir unser größtes
Programm – die Sanierungsoffensive des Bundes – ohne Kürzung
weiterführen.“

Breites Maßnahmenpaket für mehr Klimaresilienz

Das Umweltministerium setzt eine Vielzahl an Maßnahmen um, um die
Folgen des Klimawandels wirksam abzufedern:

Thermische Sanierung: Ab 2027 stehen jährlich 181 Millionen Euro
für den Sanierungsbonus zur Verfügung. Eine bessere Gebäudedämmung
reduziert die sommerliche Überhitzung und senkt gleichzeitig den
Energiebedarf.

Klimaresiliente Gemeinden: Mit den Programmen KLAR! und KEM
werden Gemeinden bei Entsiegelung, Begrünung von Ortskernen,
Baumpflanzungen, Beschattung, kühlenden Wasserflächen und der
Erstellung kommunaler Hitzeaktionspläne unterstützt.

Sichere Wasserversorgung und ökologische Gewässer : Über die
Wasserwirtschaft investiert das Umweltministerium jährlich mehrere
hundert Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung, den
Wasserrückhalt in der Landschaft sowie in die Renaturierung von
Flüssen und Mooren. Zusätzlich werden im Rahmen des Resilienzfonds 37
Millionen Euro für die Gewässerökologie in den Jahren 2027 und 2028
bereitgestellt.

Beratung und Bewusstseinsbildung: Über das Programm „klimaaktiv“
werden Gemeinden, Planerinnen und Planer sowie Bürgerinnen und Bürger
zu Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung beraten – von Beschattung
über natürliche Kühlung bis hin zu klimaangepasster Gebäudeplanung.

Landwirtschaft als Vorreiter der Klimawandelanpassung

Auch die Landwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zur
Anpassung an den Klimawandel. Über das Agrarumweltprogramm ÖPUL
werden Maßnahmen zur Verbesserung des Bodenwasserspeichers, zum
Humusaufbau und zum Schutz landwirtschaftlicher Flächen vor
Trockenheit unterstützt. Damit wird die Widerstandsfähigkeit der
heimischen Landwirtschaft gegenüber den Folgen des Klimawandels
nachhaltig gestärkt.

Klimawandelanpassung und Klimaschutz gemeinsam denken

Das Umweltministerium verfolgt einen kombinierten Ansatz: Neben
Investitionen in die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bleibt
die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein zentrales Ziel. Der
Ausbau erneuerbarer Energien, Investitionen in klimafreundliche
Mobilität sowie die Sanierung des Gebäudebestands bilden gemeinsam
mit den Anpassungsmaßnahmen die Grundlage für ein klimafittes und
zukunftssicheres Österreich.