WKÖ-Trefelik: Ostern ist nicht nur ein wichtiges Familienfest, sondern auch ein bedeutender Faktor für den heimischen Handel

Wien (OTS) – „Mehr als drei Viertel der Österreicher:innen feiern das
Osterfest
und ebenso viele wollen zu diesem Anlass jemanden beschenken. Das
zeigt, dass Ostern nicht nur für die christliche Kirche und als
Familienfest eine große Rolle spielt, sondern auch ein bedeutender
Faktor für den österreichischen Handel ist“, sagt Rainer Trefelik,
Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ). Dies bestätigen die Daten der KMU Forschung Austria, die im
Auftrag der WKÖ mehr als 1000 Österreicher:innen zu ihrem
Kaufverhalten für das heurige Osterfest am 5. April befragte.

Eines der zentralen Ergebnisse: Pro Person werden heuer Geschenke
um durchschnittlich 55 Euro eingekauft. Während zwei Drittel der
Befragten (66 %) mit gleichbleibenden Ausgaben rechnen, planen
jeweils 17 % ein höheres bzw. niedrigeres Budget als im Vorjahr. Die
erwarteten Gesamtausgaben belaufen sich damit auf 296 Millionen Euro,
das entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres (295 Millionen Euro).

22 Millionen Schokohasen und 54 Millionen Ostereier

Süßigkeiten bleiben unangefochten die beliebtesten
Ostergeschenke: 67 % der Befragten greifen zu Schokolade, Pralinen
oder ähnlichen Produkten. Dahinter folgen gefärbte Eier (46 %) und
Spielsachen (28 %). Rechnet man die Menge an Schokohasen und
gefärbten Eiern, die die Befragten heuer kaufen wollen, auf ganz
Österreich hoch, ergibt sich ein beachtliches Volumen: Rund 22
Millionen Schokohasen und etwa 54 Millionen Ostereier werden
österreichweit verschenkt. Jeder bzw. jeder Vierte überreicht
außerdem Blumen oder Pflanzen, die mit 25 % als viertbeliebteste
Ostergeschenke gelten, gefolgt von Bargeld (24 %) an fünfter Stelle.

Nachhaltigkeit spielt für viele eine Rolle

Das Thema Nachhaltigkeit spielt auch rund um Ostern eine wichtige
Rolle: 65 % der Konsument:innen geben an, nachhaltige Produkte zu
bevorzugen oder gezielt danach zu suchen. Gleichzeitig bleibt die
Preisfrage entscheidend: 38 % der Befragten wären bereit, bis zu 10 %
mehr für nachhaltige Osterprodukte zu bezahlen, 16 % akzeptieren
einen Aufschlag von bis zu 20 %. Für die Mehrheit (44 %) kommt ein
Kauf jedoch nur bei gleichem oder niedrigerem Preis infrage.

Einkauf im stationären Handel klar voran

Für den Einkauf der Ostergeschenke bleibt der stationäre Handel
mit 88 % klar führend, wenngleich 28 % der Befragten auch Online-
Käufe tätigen. Gefeiert wird am liebsten im Kreis der Familie mit
einem gemeinsamen Osteressen oder einer gemeinsamen Osterjause (64 %)
. Aber auch Brauchtümer wie Eierpecken, Ostereiersuche und Eierfärben
sind weit verbreitet. (PWK104/DFS)