Wien (OTS) – Die Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ)
begrüßt die Einigung zwischen dem Europaparlament und dem Rat der 27
EU-Länder, europäische Zölle auf US-Industriewaren wie mit US-
Präsident Donald Trump vereinbart abzuschaffen. „Gerade für
exportorientierte Industriebetriebe sind verlässliche
Rahmenbedingungen essenziell. Die Einigung ist und bleibt zwar eine
Belastung für unsere Industrie, weil die Zölle in Höhe von 15 Prozent
ja aufrecht bleiben. Gleichzeitig schafft die Zollvereinbarung aber
mehr Planungssicherheit und stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit des
Industriestandorts Europa“, betont Bundesspartenobmann Sigi Menz.
Die Bundessparte Industrie bewertet als besonders positiv, dass
mit der Vereinbarung ein weiterer Zollanstieg auf europäische
Produkte – insbesondere im Automobilbereich – vorerst abgewendet
werden konnte. Zusätzliche Handelsbarrieren hätten erhebliche
Auswirkungen auf Lieferketten, Investitionen und Arbeitsplätze
gehabt.
Jene Klausel, die sicherstellen soll, dass die USA ihre
Verpflichtungen umsetzen, wird als wichtiges Instrument angesehen, um
auf mögliche weitere handelspolitische Maßnahmen der USA reagieren zu
können.
Tempo bei formaler Beschlussfassung und Umsetzung entscheidend
Aus Sicht der Industrie ist es nun entscheidend, dass die formale
Beschlussfassung auf EU-Ebene rasch erfolgt, sodass die Vereinbarung
zeitnah in Kraft treten kann.
„Europa braucht auch und gerade in wirtschaftlich
herausfordernden Zeiten offene Märkte, stabile Partnerschaften und
eine starke industrielle Basis. Die aktuelle Einigung mit den USA ist
ein wichtiger Beitrag dazu“, so WKÖ-Bundessparte Industrie-Obmann
Menz abschließend. (PWK231/JHR)