WKÖ-Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie: Branche und Verband stellen sich breiter auf

Wien (OTS) – Mit Jahresanfang 2026 wurde der Fachverband der
Energierohstoff- und
Kraftstoffindustrie (FVEK) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
ehemals Fachverband der Mineralölindustrie, aus der Taufe gehoben.
Die inhaltliche Neuausrichtung und der neue Name spiegeln die
Transformationsbestrebungen der gesamten Branche wider, stellen den
Verband zukunftsorientiert auf und sind auch ein Bekenntnis zur
aktiven Mitgestaltung der Energiewende in Österreich.

Die Unternehmen der Energiewirtschaft befinden sich in einem
tiefgreifenden Transformationsprozess und diversifizieren ihre
Geschäftsmodelle weltweit. Geothermie, Elektromobilität und grüner
Wasserstoff gelten als Schlüsseltechnologien für eine
klimafreundlichere Zukunft – auch in Österreich. Bio- und
synthetische Kraftstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt der Branche,
die vor der Herausforderung steht, ihren Beitrag zu leisten, um das
Energiesystem in Einklang mit den nationalen und europäischen Zielen
umzubauen, und gleichzeitig die aktuell noch überwiegend fossil-
basierte Energieversorgung bis zum Übergang sicherzustellen.

Der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie
vertritt auch jene Unternehmen, die flüssige und gasförmige
Energierohstoffe mit nachhaltigen Komponenten verarbeiten,
alternative Kraftstoffe industriell herstellen oder Geoenergiesysteme
einsetzen. Dazu zählen beispielsweise geothermische Systeme, die
Wärme aus dem Erdinneren verwenden sowie die Produktion bzw.
Abscheidung und Speicherung von Energieträgern wie Wasserstoff und
CO2 (CCUS). Diese Systeme können eine wichtige Rolle bei der
Energiewende spielen, indem sie die Emissionen von Klimagasen
reduzieren und mit Hilfe von nachhaltiger Energie erzeugt werden.

„Unsere Mitgliedsunternehmen entwickeln sich zunehmend von
Anbietern fossiler Rohstoffe zu integrierten Energiedienstleistern
mit breitem technologischem Know-how. Das Portfolio reicht vom
stetigen Ausbau der E-Mobilität an den Tankstellen über moderne
Biokraftstoffe und grünen Wasserstoff bis hin zu eFuels. Viele
innovative Herangehensweisen wie etwa das Geothermie-Projekt deeep in
Aspern zeigen das Engagement international tätiger
Industrieunternehmen in Österreich. Auch in den Raffinerien werden
laufend zukunftsorientierte Maßnahmen gesetzt, um die CO2-Bilanz von
flüssigen Kraft- und Brennstoffen zu verbessern. Diese Entwicklungen
führten zur inhaltlichen Neuausrichtung und zur Einführung des neuen
Namens“, erklärt Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des
Fachverbands der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie.

Neben einem ausgewogenen Verhältnis zwischen
Transformationsmaßnahmen und leistbarer Energie sei die
Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ein zentraler Aspekt
der österreichischen Energieversorgung. Hier brauche es auch die
Unterstützung der Politik, in deren Verantwortung es liegt, nicht nur
Ziele zu formulieren, sondern auch entsprechende Rahmenbedingungen zu
schaffen, außerdem ein politisches Bekenntnis zur
Technologieoffenheit und gezielte Fördermaßnahmen auf nationaler wie
europäischer Ebene.

Die rechtliche Grundlage für diese Anpassung wurde durch eine
Änderung der Fachorganisationsordnung in einem offiziellen Beschluss
im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich im Juni 2025
beschlossen und trat mit 1. Jänner 2026 in Kraft.

Über den Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie
(FVEK)

Der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (
FVEK) ist eine Fachorganisation innerhalb der Wirtschaftskammer
Österreich und fungiert als gesetzliche Interessenvertretung sowie
als wichtiges Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind Unternehmen, die maßgeblich zur
Energieversorgung und Mobilität in Österreich beitragen. Sie gewinnen
und verarbeiten flüssige und gasförmige Energierohstoffe, setzen
moderne Untertagetechnologien ein und entwickeln Geoenergiesysteme
wie Geothermie sowie Lösungen für CO₂-Abscheidung und -Speicherung (
CCUS). Darüber hinaus verarbeiten sie Erdöl in Kombination mit
nachhaltigen Rohstoffen und treiben die Entwicklung konventioneller
wie alternativer Kraftstoffe voran. Ebenso stellen sie die notwendige
Infrastruktur und Technik für erneuerbare Mobilität bereit und
gestalten damit den Weg in eine klimafreundlichere Zukunft. (
PWK004/JHR)