Wien (OTS) – „Die Initiative Österreichs beim Energieministerrat für
mehr
Transparenz am EU-Strommarkt ist ein wichtiger Schritt für eine
sachliche europäische Diskussion über das Marktdesign“, sagt Jochen
Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Mehr Transparenz über die tatsächliche Preisbildung am Strommarkt sei
daher ein sinnvoller erster Schritt. „Wenn nachvollziehbar wird,
welche Technologien in welchen Stunden den Strompreis bestimmen und
welcher Anteil auf CO₂-Kosten zurückzuführen ist, schafft das eine
fundierte Grundlage für weitere europäische Entscheidungen“, so
Danninger. Es ist sicherzustellen, dass das Strommarktdesign die
Energiewende unterstützt und wettbewerbsfähige Strompreise
ermöglicht. Gerade für Länder mit einem hohen Anteil erneuerbarer
Energie – wie Österreich – ist diese Diskussion besonders relevant.
„Unsere Betriebe investieren massiv in Elektrifizierung,
Energieeffizienz und klimafreundliche Technologien. Damit diese
Transformation gelingt, braucht es planbare und international
wettbewerbsfähige Strompreise“, sagt Danninger.
Mehr Transparenz könne zudem helfen, die tatsächlichen
Kostenstrukturen im Strommarkt besser sichtbar zu machen. „Wenn wir
die Energiewende beschleunigen wollen, müssen günstige erneuerbare
Energien auch im Strompreis stärker sichtbar werden“, betont
Danninger. Die österreichische Initiative kann dazu beitragen, die
Energiewende voranzubringen und gleichzeitig faire sowie
nachvollziehbare Strompreise im europäischen Binnenmarkt
sicherzustellen.
Wir fordern die Energieminister außerdem dazu auf, eine Lösung
zur fairen Lastenteilung bei den Netzkosten zu finden. Österreich
nimmt als Stromtransitland eine Sonderrolle ein. Durch die exponierte
geographische Lage und dem damit verbundenen hohen Stromtransit sind
wir mit besonders hohen Investitionskosten konfrontiert. Durch diesen
Transit wird das heimische Übertragungsnetz belastet, wobei die
verursachenden Staaten die Kosten nicht in ausreichendem Maß tragen.
„Es braucht endlich eine gerechte europäische Lösung zur fairen
Kostenverteilung“ so Danninger abschließend. (PWK092/NIS)