Wien (OTS) – Ganz im Zeichen der Artenvielfalt steht die diesjährige
Klima-Tour
der Stadt Wien: Auf der Schmetterlingswiese im Donaupark wurde der
Tour-Start gemeinsam mit Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky
eingeläutet.
„Artenvielfalt und Biodiversität sind enorm wichtig für die
Lebensqualität in unserer Stadt, weil sie ein Leben in einem guten
Umfeld ermöglichen und grüne Oasen überall für Abkühlung und bessere
Luft sorgen“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Kleine und
große Grünräume wie hier die Schmetterlingswiese sind Lebensräume für
Pflanzen und Rückzugsort für viele Tiere und Insekten.“
Zwtl.: Gelebte Artenvielfalt
Wien ist jetzt schon Vorreiter in Sachen Artenvielfalt: Davon
zeugen viele Projekte wie zum Beispiel naturnahe Wienerwaldwiesen,
Amphibienteiche, eine naturnahe Waldbewirtschaftung oder große
Renaturierungsmaßnahmen im Naturareal Breitenlee oder beim
Liesingbach. Im ganzen Stadtgebiet sorgen darüber hinaus 15 Wiener
Wäldchen für naturnahe Rückzugsorte, seit kurzem kommen nun „Wiener
Straucherl“ auf kleinere Flächen hinzu. Aber auch von der Stadt
geförderte Dach- Innenhof- und Fassadebegrünungen sind wichtige
kleine Oasen im Stadtbild.
Wichtige Infos dazu liefert das Klima-Tour-Rad mit dem
Schwerpunkt Artenvielfalt: Hier gibt es viel über die Grünräume der
Stadt und ihre wichtige Funktionen für Tiere und Pflanzen zu
erfahren, aber auch über die Wiener Wald- und Wiesen-Charta oder den
Aktionsplan Artenvielfalt.
Zwtl.: Schmetterlingswiese mit 30 Schmetterlingsarten
Die Schmetterlingswiese im Donaupark wurde im Jahr 2003 von der
Wiener Umweltanwaltschaft initiiert und gemeinsam mit den Wiener
Stadtgärten und der Wiener Umweltschutzabteilung angelegt. Unter
anderem wurden schmetterlingsfreundliche Stauden und Sträucher,
diverse Kleearten, Gemeine Osterluzei, Spiersträucher oder
Schleedorn, gesetzt. Das soll vor allem Schmetterlingsraupen
zugutekommen, die auf ganz spezielle Futterpflanzen angewiesen sind.
Die Wiese wird seither von den Stadtgärtner*innen nach
ökologischen Maßstäben gepflegt und gemäht. Das nutzt zahlreichen
geschützten Falter- und Vogelarten: So finden sich hier etwa der
Schwarze Trauerfalter, der Große Feuerfalter oder der Segelfalter –
insgesamt wurden bereits 50 Falterarten nachgewiesen. Auch
Wildbienen, Käfer und Grashüpfer fühlen sich auf der blütenreichen
Wiese wohl. Vögel wie der Stieglitz, die Mönchsgrasmücke oder der
Grünspecht profitieren wiederum vom Nahrungsangebot. Ein auf dem
Areal angelegter Amphibienteich wird vor allem von der im Donaupark
vorkommenden Erdkröte gut angenommen.
„Es ist großartig, wie viel Engagement die Stadt Wien bei den
Themen Klimaschutz und Artenvielfalt zeigt – das zeigen gerade in der
Donaustadt zahlreiche Projekte!“ so Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.
NEOS-Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner: „Die
Schmetterlingswiese im Donaupark ist ein wunderbares Beispiel dafür,
wie wir mit gezieltem Artenschutz wertvolle Rückzugsorte schaffen.
Mit Projekten wie der Klima-Tour bringen wir dieses Bewusstsein
direkt zu den Menschen, denn jeder Quadratmeter bunte Wiese ist eine
Investition in ein gesünderes Mikroklima und die Lebensqualität
unserer Kinder. Es freut mich besonders, dass wir dieses Wissen auch
in die Schulen tragen – weil letztlich gilt: Geht es der Natur gut,
geht es auch uns Menschen gut.“
Zwtl.: Die Wiener Klima-Tour 2026
Jede Menge Infos zum Thema Artenvielfalt gibt es 2026 bei der
Wiener Klima-Tour: Die acht Themenräder sind mobile Info-Stationen
und machen unter anderem beim Frühlingsfest im Lainzer Tiergarten am
25. April, beim Fest im Stadtpark Atzgersdorf am 30. Mai Station oder
beim Deponiefst am 13. Juni am Rautenweg Station. Viele Termine
finden auch direkt an Schulen statt: „Gerade bei Schulen ist die
Klima-Tour sehr nachgefragt, weil gerade junge Menschen sehr an
Klimathemen interessiert sind“, freut sich Klimastadtrat Jürgen
Czernohorszky.
Darüber hinaus steht das Thema Artenvielfalt vielen weiteren
Terminen im Mittelpunkt. Alle Infos: www.wien.gv.at/klimatour
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)