Weltzolltag 2026: Zollamt Österreich führte im Vorjahr 18.000 Abfertigungen am Tag durch

Wien (OTS) – Im Jahr 2025 hat das Zollamt Österreich mehr als 260.000
Kontrollen
durchgeführt, um die Einhaltung der Zollvorschriften zu gewährleisten
und einen fairen, sicheren internationalen Handel zu ermöglichen.
Davon entfielen 182.185 Kontrollen auf den Güterverkehr und 81.083
Kontrollen auf den Reiseverkehr. Mit risikoorientierten Analysen,
technischen Geräten sowie 28 Diensthunden – davon 4 in Ausbildung –
sind die Zöllnerinnen und Zöllner bestens dafür gerüstet, Verstöße
zielgerichtet zu erkennen und zu ahnden.

Die Zollverwaltung ermöglicht mithilfe eines elektronischen
Zollabfertigungssystems eine papierlose Behördenkommunikation und EU-
weite Vernetzung beim internationalen Warenverkehr. Täglich führt sie
rund 18.000 Warenabfertigungen durch und schützt Wirtschaft und
Bevölkerung vor Produktpiraterie, Fälschungen sowie gefährlichen
Gütern. Mit ihren 1.618 Bediensteten leistet sie außerdem einen
bedeutenden Beitrag zum Wirtschaftsstandort, zur Sicherung wichtiger
Budgeteinnahmen und zum Wohlstand in Österreich.

„Am Weltzolltag wollen wir die herausragende Arbeit unserer
Zöllnerinnen und Zöllner sichtbar machen. Mit mehr als 260.000
Kontrollen im Vorjahr und rund 6,5 Millionen Zollabfertigungen
leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung
und zur Sicherung eines fairen Wettbewerbs. Ich danke unseren
Zöllnerinnen und Zöllnern für ihren engagierten Einsatz und ihre hohe
Fachkompetenz in ihrer täglichen Arbeit!“, so Finanzstaatssekretärin
Barbara Eibinger-Miedl.

Der internationale Warenverkehr ist geprägt von hochkomplexen
globalen Lieferketten, geopolitischen Spannungen und sich rasch
verändernden Risikolagen. In diesem Umfeld kommt dem Zoll eine
Schlüsselrolle zu: Er gewährleistet sichere und faire Handelsströme
und schützt Bürgerinnen und Bürger vor Produktpiraterie sowie vor
gefährlichen bzw. gesundheitsgefährdenden Waren. Dadurch leistet der
Zoll einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Gleichzeitig bekämpft er grenzüberschreitende Kriminalität und stärkt
somit die wirtschaftliche Stabilität Österreichs und Europas.

Neues Abfertigungssystem Austrian Customs Clearance System (ACCS)

Globalisierung und ein rasant wachsender Handel, gerade im
Bereich des e-Commerce und der Internethandelsplattformen, fordern
die verstärkte Digitalisierung der Zollverwaltung. Das neue
Abfertigungssystem „ Austrian Customs Clearance System (ACCS) “,
welches derzeit in finaler Umsetzung ist, bietet schon jetzt schlanke
und harmonisierte Prozesse für Verwaltung und Wirtschaft, um auch
diesen künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

Das Zollamt Österreich ist stolz, als eine der wenigen
Zollverwaltungen innerhalb der Zollunion einen großen Global Player
durch die Möglichkeit der zentralen Zollabwicklung an Land gezogen zu
haben. Dies erhöht nicht nur die Reputation Österreichs als
Wirtschaftsstandort, sondern spült zusätzliche Einnahmen in die
Staatskassen. Der österreichische Zoll setzt auch weiterhin verstärkt
auf Digitalisierung, auch um die Wirtschaft durch verstärkt KI
unterstützte risikoorientierte Kontrollen nicht überbordend
einzuschränken und die Rechtssicherheit in den Entscheidungen weiter
zu erhöhen.

Reform der EU-Zollunion: Neue EU-Zollbehörde & EU-
Zolldatenplattform

Auf europäischer Ebene stehen die Verhandlungen über eine
umfassende Reform der EU-Zollunion kurz vor dem Abschluss. Ziel ist
eine EU-weite Harmonisierung der Zollverfahren, mehr Transparenz
entlang der gesamten Lieferkette sowie eine deutliche Vereinfachung
der Abläufe. Damit soll auch der Verwaltungsaufwand für
Wirtschaftstreibende, Bürgerinnen und Bürger sowie die Zollbehörden
spürbar reduziert werden. Im Zuge der Reform soll ab 1. Jänner 2028
eine neue EU-Zollbehörde ihre Tätigkeit aufnehmen. Sie wird das
Risiko- und Krisenmanagement auf europäischer Ebene stärken und eine
zentrale EU-Zolldatenplattform betreiben, über die künftig die
Zollverfahren aller Mitgliedstaaten abgewickelt werden sollen.

Weltzolltag: Zoll schützt die Gesellschaft durch Wachsamkeit und
Engagement

Anlässlich des Weltzolltages am 26. Jänner 2026 rückt die
österreichische Zollverwaltung ihre zentrale Rolle für Sicherheit,
Wirtschaft und Gesellschaft in den Fokus. Dieser Tag erinnert an die
Gründung der Weltzollorganisation (WZO) am 26. Jänner 1953. Die
mittlerweile 187 Mitgliedstaaten würdigen dabei weltweit die
vielfältige und bedeutende Arbeit des Zolls und holen die Leistungen
ihrer Zöllnerinnen und Zöllner vor den Vorhang.

In diesem Jahr lautet das von der WZO für den Weltzolltag
ausgerufene Motto „Customs protecting society through vigilance and
commitment“ – der Zoll schützt die Gesellschaft durch Wachsamkeit und
Engagement.

Der Weltzolltag 2026 wird auch heuer zum Anlass genommen,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der österreichischen Zollverwaltung
für außergewöhnliche Leistungen und besonderes Engagement zu ehren.
Die Verleihung der internationalen Verdiensturkunden unterstreicht
die hohe fachliche Kompetenz und den persönlichen Einsatz unserer
Zöllnerinnen und Zöllner, die sich tagtäglich engagiert für den
Schutz der Gesellschaft einsetzen.