Wien (OTS) – Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat
Landwirtschaftskammer-
Präsident Josef Moosbrugger heute im Ö1-Morgenjournal vor den
dramatischen Folgen der anhaltenden Trockenheit gewarnt. Er sprach
von einem „noch nie dagewesenen Ausmaß“ der Dürre, berichtete von
vertrockneten Feldern, massiven Ernteausfällen und
existenzgefährdenden Situationen für viele Betriebe. Gleichzeitig
machte er klar: Die Landwirtschaft werde die Klimakrise nicht alleine
bewältigen können.
„Wenn sogar der Präsident der Landwirtschaftskammer von einer
’noch nie dagewesenen‘ Trockenheit spricht und klar sagt, dass die
Landwirtschaft die Klimakrise nicht alleine bewältigen kann, dann
muss das endlich auch bei Landwirtschafts- und nicht zuletzt
Klimaminister Norbert Totschnig ankommen. Die Klimakrise vernichtet
unsere Ernten, bringt immer mehr bäuerliche Betriebe an ihre Grenzen
und bedroht unsere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln.
Wegschauen ist keine Option mehr Minister Totschnig“, appelliert die
Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer, an den
Landwirtschaftsminister.
Für Voglauer zeigen die Aussagen des Landwirtschaftskammer-
Präsidenten deutlich, dass die Klimakrise längst keine abstrakte
Zukunftsfrage mehr sei. „Jede vertrocknete Ernte macht erschreckend
deutlich, was auf dem Spiel steht. Unsere Bäuerinnen und Bauern
brauchen keine Sonntagsreden über Klimaschutz, sondern konkrete
Unterstützung, um ihre Betriebe widerstandsfähig gegen Dürre und
Extremwetter zu machen. Wenn Minister Totschnig weiter beim
Klimaschutz bremst, gefährdet er die Existenz unserer Landwirtschaft
und Umwelt und nicht zuletzt die Lebensmittelversorgung der Menschen
in Österreich“, betont Voglauer.
Die Grünen fordern deshalb ein umfassendes Maßnahmenpaket für
eine klimaresiliente Landwirtschaft. Dazu gehören verstärkte
Investitionen in den Wasserrückhalt unserer Böden, Weiterentwicklung
des ÖPUL mit Schwerpunkt auf Bodenschutz und Humusaufbau, mehr
Unterstützung für die biologische Landwirtschaft sowie ein
entschlossener Ausbau der Klimaschutzmaßnahmen im ländlichen Raum.
„Immer mehr Warnungen kommen aus der Landwirtschaft. Wer jetzt
noch zögert, handelt fahrlässig gegenüber unseren Bäuerinnen und
Bauern. Minister Totschnig trägt Verantwortung – und dieser
Verantwortung muss er endlich gerecht werden. Die Menschen in
Österreich brauchen jetzt einen Landwirtschafts- und Klimaminister,
der die Klimakrise nicht kleinredet, sondern endlich entschlossen
gegen ihre Folgen handelt. Totschnig läuft die Zeit davon“, so
Voglauer.