Vizebürgermeisterin Novak in Sarajevo: wie Life Sciences und HealthTech Städte verbinden

Wien (OTS) – Vizebürgermeisterin Barbara Novak besucht Sarajevo
gemeinsam mit den
Wiener Landtagsabgeordneten Markus Ornig und Denis Šakić, zur
Vertiefung der wirtschaftlichen und innovativen Zusammenarbeit.

Vizebürgermeisterin Barbara Novak wurde bei ihrem Arbeitsbesuch
von den Wiener Landtagsabgeordneten Markus Ornig, Vorsitzender-Stv.
des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und
Digitales, sowie dem Wiener Landtagsabgeordneten Denis Šakić,
begleitet, um gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadt Sarajevo und
des Kantons Sarajevo Gespräche über den weiteren Ausbau der
bilateralen Zusammenarbeit zu führen. Im Mittelpunkt standen dabei
die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte der Stadt Wien sowie die
Vertiefung und Erweiterung strategischer Partnerschaften mit dem
Kanton und der Stadt Sarajevo.

Zwtl.: Kanton Sarajevo

Empfangen wurde die Wiener Delegation in Begleitung der
Gemeinderäte Markus Ornig und Denis Sakic im Kanton von
Wirtschaftsminister Zlatko Mijatović, Finanzminister Afan Kalamujić
sowie der Ministerin für Justiz und Verwaltung des Kantons Sarajevo,
Darja Softić Kadenić, die auch für Digitalisierungsprozesse zuständig
ist. Im Fokus des Gespräches standen die Stärkung der
wirtschaftlichen Zusammenarbeit, Unternehmensförderungen sowie die
Weiterentwicklung von Start-up-Ökosystemen und Investitionen in
Zukunftstechnologien.

Vizebürgermeisterin Barbara Novak betonte die Bedeutung der
verstärkten Zusammenarbeit: „Im Fokus stehen die Weiterentwicklung
der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie die Vernetzung in den
Bereichen Innovation, Gesundheitswesen, Medizintechnologie und IT.
Städte und Regionen können hier gemeinsam vorankommen und voneinander
profitieren.“

Neben wirtschaftspolitischen Themen wurden auch Fragen der
digitalen Souveränität, Energieabhängigkeit sowie aktuelle
Herausforderungen bei der Haushaltsführung erörtert. Das Ziel ist,
durch den Austausch bewährter Verfahren konkrete Impulse für die
Weiterentwicklung beider Standorte zu setzen.

Zwtl.: Stadt Sarajevo

Im Rathaus von Sarajevo wurde die Wiener Delegation von
Bürgermeister Samir Avdić, seinem Stellvertreter Predrag Puharić
sowie dem Vorsitzenden des Gemeinderats, Alen Girt, empfangen. Der
Besuch fällt in ein Jubiläumsjahr: Sarajevo begeht das 130-jährige
Bestehen des Rathauses, dessen Geschichte eng mit Wien verbunden ist.

Im Zentrum des Austauschs standen bisherige und künftige
Kooperationsfelder wie Bürger*innenbeteiligung, IT-Sicherheit,
Renaturierung und Umweltschutz sowie die gemeinsame Teilnahme an EU-
Förderprojekten. Die Vertreter*innen der Stadt Sarajevo hoben die
gute Zusammenarbeit mit dem Internationalen Büro der Stadt Wien in
Sarajevo hervor.

„Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Wien und Sarajevo ist
ein starkes Fundament, auf dem wir weiter aufbauen können. Unser Ziel
ist es, die Kooperation in zentralen Zukunftsbereichen zu vertiefen
und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln“, so
Vizebürgermeisterin und Stadträtin Barbara Novak.

„Wien wird als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität
wahrgenommen und ist ein Partner, von dem wir viel lernen können“,
betonte Bürgermeister Avdić. „Unser Ziel ist es, Sarajevo zu einer
modernen, effizienten und digital vernetzten Stadt zu entwickeln, die
ihre öffentlichen Dienstleistungen rasch ausbaut und bessere
Lebensbedingungen für ihre Bürger*innen schafft“, so Avdić weiter,
wobei er die Bereitschaft der Stadtverwaltung zur Initiierung und
Umsetzung gemeinsamer Projekte hervorhob.

Die Stadt Wien bekräftigte dabei ihre Bereitschaft, Sarajevo
weiterhin aktiv durch Know-how-Transfer, Erfahrungsaustausch und die
Entwicklung gemeinsamer Projekte zu unterstützen.

Zwtl.: Besuch bei der Feuerwehr

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der langjährigen
Kooperation im Bereich Schutz und Rettung. Seit mehr als zwei
Jahrzehnten besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der
Berufsfeuerwehr Wien und den Feuerwehrdiensten in Sarajevo.

Vizebürgermeisterin Novak hob hervor, dass diese Partnerschaft
neben Fahrzeugspenden auch Schulungen und Kooperation auf
Führungsebene umfasst. Zuletzt wurden im September 2024 von Wien zwei
Spezialfahrzeuge für Brandbekämpfung und Einsätze bei Unglücksfällen
übergeben. Bereits im Oktober 2020 erhielt Sarajevo zwei
Einsatzfahrzeuge sowie eine Teleskopplattform, die weiterhin im
Einsatz sind.

Die kontinuierliche Unterstützung aus Wien trägt wesentlich zur
Stärkung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehrdienste in Sarajevo bei
und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherheit der
lokalen Bevölkerung.

Zwtl.: Wirtschaftsdialog und Round Table zu Investitionen und
Innovation

Im Rahmen des Besuchs fand zudem ein hochrangig besetzter Round
Table mit Vertreter*innen aus Wirtschaft und Institutionen sowie mit
Investor*innen statt. Neben Vizebürgermeisterin Novak nahmen unter
anderem Adnan Jašarević, Direktor der Agentur zur Förderung von
Investitionen und Privatisierung des Kantons Sarajevo (KAIP), sowie
Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, teil.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Investitionen insbesondere
im Gesundheitsbereich, in Life Sciences sowie in neuen Technologien.
Dabei wurde betont, dass Wien ein starker europäischer
Innovationsstandort ist, während sich Sarajevo zunehmend als
regionales Zentrum mit wachsender Anziehungskraft für Investitionen
positioniert.

„In Wien verfolgen wir eine gemeinsame Strategie in den Bereichen
Life Sciences und Pharma, um unsere Innovationskraft zu stärken,
hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und unser Start-up-Ökosystem
weiter auszubauen. Gleichzeitig wollen wir Chancen für Start-ups aus
Sarajevo gezielt weiterentwickeln“, erklärte Vizebürgermeisterin und
Stadträtin Novak.

Der Austausch eröffnete konkrete Perspektiven für eine
intensivere Vernetzung zwischen Wiener Unternehmen und
Investitionsmöglichkeiten im Kanton Sarajevo.

Außerdem wurden im Rahmen der Abendveranstaltung am 20. April im
Sarajevoer Coworking Space Tershouse zwei Start-ups aus Bosnien-
Herzegowina mit dem Preis „Discover ViennaUP Travel Grant – Vienna
Calling: Opportunities for HealthTech-Start-ups aus Bosnien-
Herzegowina“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb richtete sich an junge,
bereits etablierte Start-ups aus den Bereichen Gesundheitswesen,
MedTech und Life Sciences. Zu den Gewinnern zählen Moj Sluh (Mein
Gehör), eine App für gehörlose und schwerhörige Personen, sowie
Horalix, die KI-gestützte Software für Echokardiographie-Workflows
und strukturierte Befundung entwickelt. Die Gewinner*innen erhalten
die Möglichkeit, im Mai 2026 am ViennaUP Startup-Festival
teilzunehmen und Wien als innovativen europäischen Startup-Hub aus
nächster Nähe kennenzulernen. (Schluss)