Wien (OTS) – Die 28. „Radiopreise der Erwachsenenbildung“ wurden
gestern (22.1.)
im Wiener ORF RadioKulturhaus verliehen. Ausgezeichnet wurden Till
Köppel, Renata Schmidtkunz, Karin Berger und Ulrike Schmitzer für Ö1-
Produktionen sowie Michael Fiedler (FM4) und Isabelle Funke und
Joshua Krapfenbauer (Inklusive Lehrredaktion).
„Das hervorragende Abschneiden der ORF-Radios beim ‚Radiopreis
der Erwachsenenbildung 2025‘ ist erneut ein großes Kompliment für die
hohe journalistische Qualität und die professionelle Arbeit der ORF-
Radiojournalistinnen und -journalisten. Die ausgezeichneten Sendungen
spiegeln die inhaltliche Bandbreite der ORF-Radios wider und belegen,
dass Qualitätsjournalismus breite öffentliche Anerkennung findet. Ich
gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich.“, so
ORF-Radiodirektorin Ingrid Thurnher.
In der Kategorie „Literatur, Kultur, Kunst“ wurde Till Köppel für
die von ihm gestaltete „Radiokolleg“-Reihe „Das Absurde“
ausgezeichnet. In den vier Teilen befasst er sich mit einer Welt, die
sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern
bricht, verrückt wirkt wie auf den Kopf gestellt, und geht der Frage
nach, wo wir noch Sinn finden in all dem Unsinn.
Den „Eduard Ploier-Preis für ökonomische, demokratische und
politische Bildung“, benannt nach dem ORF-Kurator und
Erwachsenenbildner Eduard Ploier, erhielten Karin Berger und Ulrike
Schmitzer für die Sendereihe „Es war ein kämpferisches Leben“. Für
das 1985 erschiene Buch „Der Himmel ist blau. Kann sein.“ wurden rund
100 Interviews mit Österreicherinnen geführt, die über ihren
Widerstand gegen das Nazi-Regime erzählten. Das Material dieser
Tonbandinterviews wurde neu bearbeitet. Karin Berger, eine der
Herausgeberinnen des Buches, machte sich 40 Jahre nach den Aufnahmen,
80 Jahre nach den Ereignissen noch einmal daran, in die Geschichten
der Frauen einzutauchen – gesendet wurden 16 Interviews mit
Widerstandskämpferinnen, die noch nie zu hören waren.
Der Radiopreis in der Kategorie „Wissenschaftsvermittlung, –
kommunikation, technische Bildung und Digitalisierung“ ging an
Isabelle Funke und Joshua Krapfenbauer (Inklusive Lehrredaktion) und
Michael Fiedler (FM4) für „Einfach Erklärt – der Wissenspodcast in
Einfacher Sprache“. Wie entsteht ein Hurrikan? Was sind die Oscars
eigentlich? Oft werden solche Fragen in den Nachrichten gar nicht
beantwortet, sondern als Allgemeinwissen vorausgesetzt. Im
monatlichen Wissenspodcast „Einfach Erklärt“ beschäftigt sich die
Inklusive Lehrredaktion in Kooperation mit FM4 mit diesen Fragen und
beantwortet sie in Einfacher Sprache.
In der Kategorie „Menschenrechte und Gesellschaft“ wurden zwei
Preise vergeben, einer davon an Renata Schmidtkunz für ihr „Im
Gespräch“ mit UN-Sonderbotschafterin Francesca Albanese, die in der
Sendung beschreibt, wie sie zu einer Verfechterin der Menschenrechte
wurde und was wir als demokratische Gesellschaft verlieren, wenn wir
die universellen Menschenrechte nicht einhalten.
Die Jury, bestehend aus Vertreter:innen der Konferenz der
Erwachsenenbildung Österreichs, Journalist:innen und
Medienwissenschafter:innen. hatte aus 19 für die Preisvergabe
nominierten Produktionen zu wählen. Eingereicht wurden 169
Produktionen. Der Preis wird von den zehn Verbänden der Konferenz der
Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) – die Arbeitsgemeinschaft
Bildungshäuser Österreich, das Berufsförderungsinstitut Österreich,
der Büchereiverband Österreichs, das Forum Katholischer
Erwachsenenbildung in Österreich, das Ländliche Fortbildungsinstitut,
der Ring Österreichischer Bildungswerke, die Volkswirtschaftliche
Gesellschaft Österreich, der Verband Österreichischer
Gewerkschaftlicher Bildung, der Verband Österreichischer
Volkshochschulen und das Wirtschaftsförderungsinstitut der
Wirtschaftskammer Österreich – gestiftet.