UNOS fordern mehr Freiheit bei Öffnungszeiten – ESC zeigt Milliardenpotenzial im Handel

Wien (OTS) – Der Eurovision Song Contest (ESC) bringt im Mai 2026
zehntausende
internationale Gäste nach Österreich und sorgt für einen kräftigen
wirtschaftlichen Impuls. Doch der stationäre Handel bleibt durch
starre Öffnungszeiten ausgebremst. Für UNOS – Unternehmerisches
Österreich ist klar: Die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen
verhindern, dass zusätzliche Umsätze im heimischen Handel ankommen.

„Der ESC zeigt wie unter einem Brennglas, wie absurd die
aktuellen Regelungen sind: Die Kaufkraft ist da, die Menschen sind da
– aber viele Geschäfte müssen sonntags und an Feiertagen geschlossen
bleiben“, so Michael Bernhard, UNOS Bundessprecher.

Laut einer aktuellen Studie von EcoAustria im Auftrag des
Wirtschaftsministeriums bringt der ESC 2026 rund 88.000 zusätzliche
Besucherinnen und Besucher nach Österreich. Allein deren
Konsumausgaben werden auf rund 21 Millionen Euro geschätzt, insgesamt
ergibt sich ein wirtschaftlicher Nachfrageimpuls von 57 Millionen
Euro. Gerade diese zusätzlichen Millionen werden innerhalb weniger
Tage in der Stadt ausgegeben, auch im Handel. Umgerechnet entspricht
das einem zusätzlichen Konsumpotenzial von bis zu zwei Millionen Euro
pro Tag (Quelle: BMWET ).

„Ein erheblicher Teil dieser Kaufkraft entfällt erfahrungsgemäß
auf Shopping. Doch genau hier greifen die Einschränkungen. Wenn
Geschäfte an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben müssen, kann
dieses Geld gar nicht im stationären Handel ankommen“, betont
Bernhard.

Bereits im Leitantrag 2025 haben UNOS die Liberalisierung der
Öffnungszeiten gefordert. Ziel ist es, Unternehmer:innen selbst
entscheiden zu lassen, wann sich das Aufsperren wirtschaftlich lohnt,
auch an Sonn- und Feiertagen.

„Es geht nicht um Zwang, sondern um Freiheit. Niemand muss öffnen
– aber wer von solchen Events profitieren will, soll es dürfen. Diese
Entscheidung gehört in die Hände der Unternehmerinnen und
Unternehmer, nicht in die des Gesetzgebers“, erklärt Bernhard.

UNOS kritisieren zudem die massive Wettbewerbsverzerrung: Während
internationale Online-Plattformen rund um die Uhr geöffnet haben,
bleibt der stationäre Handel an gesetzlichen Vorgaben gebunden.
Bernhard: „Wir lassen Millionenumsätze liegen und treiben Kundinnen
und Kunden gleichzeitig in den Onlinehandel. Das schwächt unsere
Innenstädte und gefährdet Arbeitsplätze. Gerade in Hochphasen wie
rund um den ESC ist das wirtschaftspolitisch völlig unverständlich.“

UNOS fordern daher einmal mehr eine umfassende Reform der
Ladenöffnungszeiten hin zu mehr Flexibilität, unternehmerischer
Freiheit und fairen Wettbewerbsbedingungen.

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.