Truppenübungsplatz Allentsteig und Nationalpark Kampwald arbeiten zusammen

St. Pölten (OTS) – Der geplante Nationalpark Kampwald und der
Truppenübungsplatz
Allentsteig sind unmittelbare Nachbarn und haben für die nächsten
Monate und Jahre große Ziele. Bei einem Lokalaugenschein haben sich
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf und Finanzlandesrat Anton Kasser vor Ort aus erster Hand
über den Stand der Projekte und Planungen informiert.

Ministerin Klaudia Tanner: „Zur umfassenden Landesverteidigung
gehört es auch, den Truppenübungsplatz herzuzeigen. Das Interesse
daran ist enorm, Führungen sind extrem rasch ausgebucht. Deswegen
planen die Gemeinden der Region im Herz des Waldviertels gemeinsam
mit dem Bundesheer ein Besucherzentrum in Allentsteig.“ Das geplante
Besucherzentrum wird Interessierten die Möglichkeit bieten, mehr über
die bewegte Geschichte des Truppenübungsplatzes, die militärische
Nutzung des Areals sowie die ökologische Vielfalt, die sich hier
entwickelt hat, zu erfahren. Zudem soll es auch das Stadtzentrum von
Allentsteig wieder beleben, dazu hat die Gemeinde bereits konkrete
Leerstände und Liegenschaften im Blick, wo das Zentrum eingerichtet
werden soll.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und LR Anton Kasser: „Je
unsicherer die Zeiten, desto mehr sehen sich die Menschen nach Natur
und Heimat. Beide Projekte haben daher hohes Potential für die
Region! Der Kampwald ist ein einzigartiges Naturjuwel, mit seltenen
Arten und urtümlichen Baumriesen. Für die Region und für ganz
Niederösterreich ist ein Nationalpark hier eine Chance für den
Tourismus, für die lokale Wirtschaft und für die Gemeinden, die dazu
auch beachtliches Engagement zeigen.“ Der Bund hat für die
Entwicklung des Nationalparks schon finanzielle Unterstützung
bereitgestellt, im Moment werden erste Bereiche im Dobratal
gesichert.

Die Bürgermeister Karl Elsigan und Georg Marksteiner unterstützen
die Bestrebungen: „Heute entsteht ein Bündnis, um diese
Leuchtturmprojekte gemeinsam entwickeln zu können. Sie werden sich
positiv für die Region und das ganze Waldviertel auswirken!“

Vor Ort kam man mit den Gemeinden sowie mit den Vertretern des
TÜPL und der Windhagschen Stipendienstiftung, die großer
Grundeigentümer im Kampwald sind, überein, dass die Projekte gut
aufeinander abgestimmt werden. Vorrang am TÜPL hat weiterhin der
Übungs- und Schießbetrieb, der natürlich auch durch einen
benachbarten Nationalpark nicht eingeschränkt wird. Gleichzeitig wird
der neue Nationalpark nicht nur die besondere Fauna und Flora
schützen, sondern die Gesamtheit der Region mitbewerben, von den
Kampseen über die regionalen Ausflugsziele bis zum benachbarten TÜPL.
Der Nationalpark Kampwald ergänzt die bisherigen Nationalparks in
Österreich als Beitrag zur österreichischen Identität und
Nationalbewusstsein. Das Besucherzentrum am Truppenübungsplatz ist
ein Beitrag zur wehrhaften Demokratie. Beide zusammen stärken die
regionale Wertschöpfung und bilden so einen wertvollen Impuls zur
Regionalentwicklung im Waldviertel. „Wir werden gute Nachbarn sein,“
waren sich daher alle einig.

Weitere Rückfragen an DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv. Dr.
Stephan Pernkopf, T: +43 2742 9005 – 12704, M: +43 676 812 15283, E:
[email protected]