Wien (OTS) – Das Bahnland Österreich stand gestern im Mittelpunkt der
Veranstaltungsreihe „Innovation im Dialog“ des Klima- und
Energiefonds. Mit den meisten Zugkilometern pro Kopf innerhalb der EU
und einer Bahnindustrie auf europäischem Spitzenniveau zählt
Österreich zu den Vorreitern nachhaltiger Mobilität. Exzellente
Rahmenbedingungen bilden das Rückgrat dieses Erfolgs: Durch ein
Zusammenspiel aus langfristigen FTI-Strategien, einem starken
Heimmarkt und einer hohen Patentdichte, setzt der heimische
Bahnsektor Maßstäbe. Mit seinem Förderprogramm Rail4Climate , dotiert
aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und
Infrastruktur (BMIMI), treibt der Klima- und Energiefonds diese
Erfolgsgeschichte weiter voran – durch Investitionen in Kapazität,
Produktivität und Innovation. Welche Erfolgsfaktoren der
Bahnindustrie auf andere Unternehmensbrachen übertragbar sind und wie
der Standort und die Wettbewerbsfähigkeit so gestärkt werden können,
diskutierte ein hochkarätiges Panel im Wiener Haus des Meeres vor
mehr als 120 Gästen.
Innovations- und Mobilitätsminister Peter Hanke , der die
Veranstaltung per Videobotschaft eröffnete: „Die Bahnindustrie
leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Transformation unserer
Wirtschaft und ist Eckpfeiler der Mobilitätswende. Der Rail Report
2025 zeigt eindrucksvoll, wie stark die Branche in Beschäftigung,
Export und Innovation ist – und welche Chancen wir mit einer
konsequent nachhaltigen Industriepolitik nutzen können. Solche
Erfolge entstehen nicht zufällig. Sie sind Ergebnis einer
langfristigen Förder- und Innovationsstrategie in Österreich.“
Zwtl.: Innovationen in den Markt: Klima- und Energiefonds begleitet
Unternehmen
Als einziger Fördergeber in Österreich unterstützt der Fonds
entlang von Projektketten – begonnen von der Vorbereitung über große
Demonstratoren bis hin zur Marktüberleitung. So gelingt es
österreichischen Unternehmen, ihre Entwicklungen und innovativen
Produkte schneller in den Markt zu bringen. Denn dieser zeitliche
Vorsprung ist in einem Hochlohnland wie Österreich oft der
entscheidende Faktor für Erfolg. Diese Förderstrategie, die der Klima
– und Energiefonds bereits erfolgreich unter anderem für die
energieintensive Industrie ( FTI-Initiative für die Transformation
der Industrie ) anwendet und von der nun auch die Bahnindustrie durch
das Programm „Rail4Climate“ profitieren soll.
Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Bernd Vogl : „Die grüne
Transformation zählt zu den größten wirtschaftlichen Chancen unserer
Zeit. Der Markt für diese Produkte wird sich bis 2030 verdreifachen.
Mit unserem Förderangebot ermöglichen wir Innovationen, indem wir
nicht nur die ersten Schritte fördern, sondern auch die Umsetzung in
der Praxis.“
Zwtl.: Schwerpunkt der Panel-Diskussion: Spitzenposition sichern und
ausbauen
Mit seiner Keynote eröffnete Univ.-Prof. Ferdinand Pospischil von
der TU Graz die Veranstaltung und skizzierte die Erfolge der
österreichischen Bahnindustrie, einer der innovativsten Branchen
weltweit. Im Fokus standen Maßnahmen, die den bisherigen Erfolg
ermöglicht haben, sowie künftige Investitionen in Forschung,
Technologie und Ausbildung, um die Spitzenposition zu sichern.
Außerdem wurde die Bahn als Teil eines vernetzten Mobilitätssystems
diskutiert und Wege aufgezeigt, wie sich die Branche in den nächsten
fünf bis zehn Jahren technologisch weiterentwickeln kann. Bei der
Panel-Diskussion sprachen Hana Dellemann (Hitachi Rail GTS Austria
GmbH, Verband der Bahnindustrie), Barbara Kleinert (Graz-Köflacher
Bahn und Busbetrieb GmbH), Robert Liskounig (BMIMI), Lukas
Oberndorfer (AK Wien) und Johann Dumser (Plasser & Theurer) über die
Zukunft der Bahnindustrie. Im Mittelpunkt standen die Stärken des
Standorts Österreich, Strategien für kontinuierliche Verbesserung,
Investitionen in Forschung, Technologie und Infrastrukturprojekte
sowie die Frage, wie und durch wen in Zukunft Wertschöpfung in
Österreich entlang der Bahn-Wertschöpfungsketten generiert wird –
angesichts von Automatisierung, Digitalisierung, Robotik, KI und
starkem internationalen Wettbewerb.
Einen starken Praxisbezug lieferte dabei Johann Dumser, der am
Beispiel des vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekts „R4C“
zeigte, wie Plasser & Theurer neue digitale und automatisierte
Lösungen für die Instandhaltung von Weichen und Gleisen entwickelt.
Im Fokus stehen die automatisierte Weicheninspektion und die
modernisierte Steuerung von Gleisstopfmaschinen, die präzise,
ressourcenschonend und effizient arbeiten. Das Ergebnis: höhere
Verfügbarkeit des Schienennetzes, geringere Lebenszykluskosten und
ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen, zukunftssicheren
Schieneninfrastruktur.
Zwtl.: Weitere Informationen
Wenn Sie bei unserer nächsten Veranstaltung von „Innovation im
Dialog“ dabei sein möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse
@klimafonds.gv.at .
Programm Rail4Climate:
https://www.klimafonds.gv.at/foerderung/dtmr4c-2025/
Leuchtturmprojekte, die im industriellen Umfeld gefördert wurden:
https://www.klimafonds.gv.at/themen/unternehmen/
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