Hamburg/Bonn (OTS) – Der Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai 2026
steht unter der
Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Damit rückt ein
Thema in den Fokus, das auch für die UNESCO zentral ist: freie,
vielfältige und verlässliche Medien als Grundlage gesellschaftlicher
Teilhabe. Die Kommission setzt mit der Schirmherrschaft vor diesem
Hintergrund ein starkes Zeichen für die Bedeutung von lokal
verankertem Qualitätsjournalismus – und für die Menschen, die ihn
tagtäglich möglich machen: Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten
in Städten, Gemeinden und Regionen in ganz Deutschland.
Der Tag des Lokaljournalismus ist eine Initiative von IPPEN.MEDIA
sowie der dpa Deutsche Presse-Agentur und Highberg als Partner des
Verlagsprojekts DRIVE. Rund 100 Zeitungstitel im gesamten
deutschsprachigen Raum beteiligen sich ebenso wie der nationale
Verlegerverband BDZV sowie die Weltverbände INMA und WAN-IFRA. Die
Nachrichtenkompetenzinitiative #UseTheNews bringt vor allem die
Perspektive der jungen Generation ein. Insbesondere sie soll mit der
Kampagne für den Lokaljournalismus gewonnen werden. #UseTheNews
beteiligt sich am 5. Mai unter anderem mit Newscamps für Schülerinnen
und Schüler in Frankfurt und Berlin.
Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, sagt:
„Lokaljournalismus zeigt, was Menschen vor Ort bewegt. Er erklärt
Entwicklungen, ordnet Entscheidungen ein und schafft so eine
Grundlage für informierte öffentliche Debatten. Genau darin liegt ein
zentrales Anliegen der UNESCO: der Zugang zu verlässlichen
Informationen und die Berücksichtigung unterschiedlicher Stimmen. Wo
beides gelingt, wachsen Teilhabe, Vertrauen und demokratisches
Miteinander. Deshalb unterstützt die Deutsche UNESCO-Kommission den
Aktionstag mit ihrer Schirmherrschaft.“
Meinolf Ellers, Geschäftsführer der UseTheNews gGmbH und
Mitgründer von DRIVE, betont: „Lokaljournalismus kann ein
Gegengewicht zu den Big-Tech-Plattformen sein. Ein wichtiges
Korrektiv, das präsent, überprüfbar und nah an den Menschen ist. Die
Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger darf nicht nur durch
Algorithmen erfolgen. Echokammern und Themenblasen auf Social Media
können die Informationsvielfalt regionaler Medien nicht ersetzen.“
Der Tag des Lokaljournalismus richtet mit zahlreichen
Veranstaltungen den Blick auf die Herausforderungen, vor denen lokale
Medien stehen: wirtschaftlicher Druck, veränderte Mediennutzung und
die wachsende Aufmerksamkeit, die globale Plattformen binden. Der
Aktionstag setzt hier einen Gegenpunkt – mit dem Ziel, Vertrauen in
verlässliche Informationen zu stärken und die Rolle lokaler
Redaktionen als demokratische Infrastruktur zu würdigen.
Über den Tag des Lokaljournalismus:
Mit dem „Tag des Lokaljournalismus“ am 5. Mai 2026 wollen die
regionalen Zeitungsverlage ihre Bedeutung und Leistungsstärke in
einer zunehmend digitalen Medienwelt unter Beweis stellen.
Initiatoren sind IPPEN.MEDIA sowie die dpa Deutsche Presse-Agentur
und Highberg als Partner des Verlagsprojekts DRIVE. Die im gesamten
deutschsprachigen Raum geplante Kampagne richtet sich vorrangig an
jüngere Zielgruppen und Familien. Zugleich soll es darum gehen, die
Werbewirtschaft von den Qualitäten eines zeitgemäßen lokalen
Medienangebots zu überzeugen. Die Aktion wird sowohl vom
Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) als auch
dem Verlegerverband Schweizer Medien und dem Verband Österreichischer
Zeitungen (VÖZ) unterstützt. Weitere Partner sind die Bundeszentrale
für politische Bildung (bpb) mit ihrem Lokaljournalistenprogramm, die
Initiative Tageszeitung (itz) und die Initiative18 der Werbe- und
Medienwirtschaft.
Über die Deutsche UNESCO-Kommission:
Die UNESCO ist die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft,
Kultur und Kommunikation mit Sitz in Paris. Sie stärkt die
internationale Zusammenarbeit, entwickelt Standards, Wissen und
Werkzeuge in ihren Mandatsfeldern und arbeitet mit ihren 194
Mitgliedstaaten an Lösungen für zentrale Herausforderungen unserer
Zeit – von hochwertiger Bildung über den Erhalt des Kulturerbes und
den Schutz von Biodiversität bis zum freien Fluss von Wissen. Ziel
ist eine friedlichere und gerechtere Welt. Im Bereich Kommunikation
und Information setzt sie sich besonders für Medienfreiheit und –
vielfalt, den Schutz von Journalistinnen und Journalisten sowie den
Zugang zu verlässlichen Informationen ein. Ein weiterer Schwerpunkt
ist die Stärkung von Medien- und Informationskompetenz, damit
Menschen Desinformation besser erkennen und fundierte Entscheidungen
treffen können.
Die Deutsche UNESCO-Kommission mit Sitz in Bonn ist Deutschlands
multilaterale Mittlerorganisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur
und Kommunikation. Sie ist die Schnittstelle zwischen Regierung,
Zivilgesellschaft und der UNESCO. Sie stellt sicher, dass UNESCO-
Völkerrecht und UNESCO-Programme hierzulande bestmögliche Wirkung
entfalten, und trägt dazu bei, dass die Interessen der Bundesrepublik
erfolgreich in der UNESCO eingebracht werden.
Über #UseTheNews:
Die UseTheNews gGmbH geht der Nachrichtennutzung und -kompetenz
junger Menschen auf den Grund und entwickelt neue Informations- und
Bildungsangebote. Im Sinne einer funktionierenden und wehrhaften
Demokratie verfolgt #UseTheNews das Ziel, Kindern und Jugendlichen
bundesweit ein verlässliches Angebot zum sicheren Umgang mit
Informationen und zur faktenbasierten Meinungsbildung zu machen.
Dafür setzt die Initiative in Kooperation mit ihren Partnern aus
Medien, Bildung und Forschung auf zeitgemäße Konzepte wie Newscamps
oder Co-Creation-Projekte, die einen Austausch auf Augenhöhe sowie
aktives Ausprobieren und Mitmachen ermöglichen. Initiiert wurde #
UseTheNews 2020 von der Deutschen Presse-Agentur dpa und der
Hamburger Behörde für Kultur und Medien, begleitet von der Hochschule
für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg und dem Leibniz-Institut
für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut. Die Initiative wird von
einem Kuratorium aus namhaften Persönlichkeiten aus Medien und
Politik unterstützt und wurde im Mai 2022 auf eine rechtsgültige
Basis gestellt und in die UseTheNews gGmbH überführt. #UseTheNews hat
Partner in Österreich, Schweiz, den Niederlanden und den USA, die die
Initiative in den eigenen Ländern vorantreiben.
Weitere Infos zu #UseTheNews: www.usethenews.de