Wien (OTS) – „Für uns Grüne ist klar: Das Freiwillige Sozialjahr und
das
Freiwillige Umweltjahr müssen als anerkannter Zivildienstersatz
erhalten bleiben. Junge Menschen, die sich freiwillig für den Dienst
an unserer Gesellschaft entscheiden, verdienen Unterstützung und
Anerkennung und keine neuen Hürden“, sagt der Wehrsprecher der
Grünen, David Stögmüller, zu den laufenden Verhandlungen über die
Zukunft des Zivildienstes.
Besonders das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) sei eine wichtige
Säule für den Sozialbereich. „Wir reden ständig darüber, wie wir mehr
Menschen für Pflege und soziale Berufe gewinnen können. Das FSJ macht
genau das: Junge Menschen erleben diese Arbeit unmittelbar und viele
entscheiden sich danach dafür, im Sozial- oder Pflegebereich zu
bleiben. Gerade für junge Männer ist es eine wichtige Möglichkeit,
mit Berufsfeldern in Kontakt zu kommen, in denen Männer nach wie vor
deutlich unterrepräsentiert sind“, sagt Stögmüller.
Auch das Freiwillige Umweltjahr müsse weiterhin als
Zivildienstersatz anerkannt werden. „Ob im Sozialbereich oder im
Umwelt- und Naturschutz: Wer sich freiwillig länger engagiert,
übernimmt Verantwortung für unsere Gesellschaft. Es wäre völlig
widersinnig, diese Bereitschaft im Zuge einer Reform weniger
attraktiv zu machen.“
Stögmüller warnt davor, die Wehr- und Zivildienstreform für
Verschlechterungen bei bestehenden Freiwilligendiensten zu nutzen:
„Eine Reform darf nicht darin bestehen, eine Möglichkeit nach der
anderen einzuschränken. Das FSJ und das Umweltjahr funktionieren, sie
bringen junge Menschen ins freiwillige Engagement und sie sind
bereits heute als Zivildienstersatz anerkannt. Das soll auch so
bleiben. Und natürlich braucht es dort entsprechende Anpassung, die
wir in den laufenden Gesprächen und in Abstimmung mit den Trägern in
die Verhandlungen einbringen werden.“
„Wenn die Regierung für ihre Reform eine Zweidrittelmehrheit und
damit unsere Zustimmung will, dann muss klar sein: Freiwilliges
Engagement darf dabei nicht unter die Räder kommen. FSJ und
Umweltjahr müssen erhalten und als Zivildienstersatz anerkannt
bleiben“, hält Stögmüller fest.