Wien (OTS) – Anlässlich des Berichts der Wehrdienstkommission und den
ersten
Meldungen über die darin enthaltene Forderung nach einer Wehrpflicht
für Frauen meldet sich SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth
Manninger mit einem klaren „Nein“ dazu zu Wort. „In Österreich
leisten Frauen noch immer deutlich mehr unbezahlte Arbeit als Männer,
nämlich durchschnittlich rund 4,5 Stunden täglich zu etwa 2,5 Stunden
bei Männern. Frauen verdienen noch immer 18,3 Prozent weniger als
Männer und der Pensionsunterschied beträgt überhaupt 40 Prozent.
Angesichts dieser Ungleichheit zwischen Frauen und Männer kommt von
uns SPÖ-Frauen ein klares Nein zur Wehrpflicht von Frauen“, so
Manninger. ****
Österreich ist in Sachen Gleichstellung Schlusslicht im
europäischen Vergleich. „Die Vorgängerregierungen waren untätig.
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und ihre Regierungskolleginnen
arbeiten daran, diese Ungleichheiten zu beseitigen. Bis dahin ist es
noch ein weiter Weg“, so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin.
Angesichts der dramatischen Unterschiede bei der Care Arbeit, dem
Gender Pay Gap und dem Pension Pay Gap sollten jene, die Frauen einen
zusätzlichen Rucksack aufbürden wollen, lieber ihre Energie dafür
verwenden, die Ungerechtigkeit zwischen Männer und Frauen aufzuheben.
„Solange Frauen jährlich 60 Tage gratis arbeiten und Frauen in
ihrem gesamten Pensionsleben einen Verlust von 204.000 Euro an
kumulierter Bruttopension verzeichnen, sollen alle jene sich in
Zurückhaltung üben, die eine Wehrpflicht für Frauen fordern“, so
Manninger abschließend. (Schluss) rm/ls