Wien (OTS) – Jeder Mensch hat das Recht auf eine Arbeitswelt ohne
Gewalt und
Belästigung. Am 11. September 2025 tritt das Übereinkommen 190 der
Internationalen Arbeitsorganisation in Kraft, das sich dem Kampf
gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt widmet. „Das
Übereinkommen, das dank dem großen Engagement der Gewerkschafter*
innen in Österreich ratifiziert wurde, ist ein Meilenstein für mehr
Sicherheit am Arbeitsplatz. Mit Sozial- und Arbeitsministerin Korinna
Schumann haben wir eine wichtige Expertin mit gewerkschaftlicher
Erfahrung für eine gute Umsetzung in Österreich“, so SPÖ-
Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner und SPÖ-
Frauengeschäftsführerin Ruth Manninger. ****
„Branchen mit einem hohen Frauenanteil wie das Gesundheitswesen,
Gastgewerbe, Notfalldienste und Bildungseinrichtungen sind besonders
gefährdet. Das geht aus den begleitenden Empfehlungen des
Übereinkommens hervor. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an
Frauen haben wir ein wichtiges Instrument, um gezielte Strategien für
einen höheren Schutz auszuarbeiten“, so Holzleitner.
„Die Arbeitgeber*innen sind gefordert, die Prävention am
Arbeitsplatz zu stärken. Dazu zählen interne Leitlinien und
Beschwerdemechanismen, Schulungen für Führungskräfte und Belegschaft
und ein erhöhter Schutz von Betroffenen. Wir müssen Gewalt und
Belästigung strukturell bekämpfen. Das Übereinkommen ILO 190 ist eine
historische Errungenschaft. Jetzt geht es um die Umsetzung“, so die
SPÖ-Frauen unisono. (Schluss) eb/lw