Wien (OTS) – Der 28. September markiert den Internationalen Tag für
den Zugang zu
sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen. Aus diesem Anlass
fordert SPÖ-EU-Abgeordnete Elisabeth Grossmann verstärkte
Anstrengungen auf europäischer Ebene, um das Recht auf einen sicheren
Abbruch für alle zu garantieren. Sie verweist auf die erfolgreiche
Europäische Bürger:inneninitiative „My Voice, My Choice“, die als
unmissverständlicher Handlungsauftrag an die EU verstanden werden
muss: „Es ist schlicht untragbar, dass im Jahr 2025 immer noch Frauen
in Polen in Krankenhäusern sterben, weil Ärzt:innen keinen Abbruch
durchführen dürfen. Dass Frauen in Ungarn gezwungen werden, den
Herzschlag des Fötus anzuhören, bevor sie ihr Recht auf
Selbstbestimmung überhaupt wahrnehmen dürfen. Und dass Frauen
gezwungen sind, quer durch Europa zu reisen oder auf gefährliche
Alternativen zurückzugreifen, weil es an ausreichenden Angeboten in
ihren Ländern fehlt. Der fehlende Zugang zu sicheren
Schwangerschaftsabbrüchen ist eine eklatante Verletzung der
Menschenrechte. Er fügt Frauen schweres körperliches und seelisches
Leid zu. Und dennoch bleibt er weiterhin mehr als 20 Millionen Frauen
in Europa verwehrt. Das ist die bittere Realität unseres Kontinentes.
Aber in Europa regt sich Widerstand. Die Bürger:inneninitiative „My
Voice, My Choice“ hat bereits über eine Million Unterschriften
gesammelt. Eine Million Menschen, die nicht länger akzeptieren, dass
Frauenrechte in Europa mit Füßen getreten werden. Ihr Ziel ist klar:
Die Europäische Kommission muss endlich handeln und einen
Gesetzesvorschlag vorlegen, der einen gemeinsamen EU-
Solidaritätsfonds schafft. Aus diesem Fonds sollen Mitgliedstaaten
unterstützt werden, die Frauen aus anderen Ländern aufnehmen und
ihnen einen sicheren Schwangerschaftsabbruch ermöglichen, wenn dieser
in ihrem Heimatland verboten oder unsicher ist. Kontrolle über den
eigenen Körper bedeutet Kontrolle über die eigene Zukunft. Die wahre
Stärke Europas liegt nicht nur im Binnenmarkt, in der Freizügigkeit
oder der wirtschaftlichen Macht, sondern in der gelebten Solidarität
zwischen den Menschen. Und genau diese Solidarität verpflichtet uns,
dafür zu sorgen, dass jede Frau in Europa ihr Recht auf
Selbstbestimmung uneingeschränkt wahrnehmen kann. Jetzt ist die EU-
Kommission am Zug. Sie muss liefern und einen klaren
Gesetzesvorschlag vorlegen. Und wir im Europäischen Parlament werden
nicht nachlassen, den politischen Druck dafür hochzuhalten“, so
Grossmann. **** (Schluss) jw/lw