Sitzen – die Chance zur regelmäßigen Bewegung.

Wien (OTS) – – Bewegungsmangel durch langes Sitzen zählt heute zu
einem der
unterschätzten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt.

– Es klingt paradox, aber jedes lange Sitzen bietet uns die Chance
uns zwischendurch zu bewegen.

– Wir wissen es alle: ein langes Verharren in einer starren Haltung
ist ein Bewegungsmangel und widerspricht unserer Veranlagung, wir
sind bewegte Wesen und dem müssen wir Rechnung tragen.

– Eine regelmäßige Bewegung, sprich ein Wechsel der (Arbeits-)
Haltung, ist für uns so essenziell wie das Atmen.

– Die Bewegung zwischendurch bzw. der Haltungs-/Tätigkeitswechsel und
somit das Wechselspiel von Be- und Entlastung aktiviert nicht nur
unsere Muskeln, sondern hat allgemein einen positiven Einfluss auf
unser Wohlbefinden.

Zwtl.: Sitzen – mehr als nur unbequem

Moderne Erwerbsarbeit, Home-Office-Modelle und digitale Gewohnheiten
führen dazu, dass Beschäftigte oft acht, neun oder mehr Stunden
täglich im Sitzen verbringen. Zudem gibt es auch keinen Arbeitsstuhl,
der allen unseren Bedürfnissen gerecht wird. Die Bewegung hingegen
ist als All-Inclusive Medikament anzusehen – einzigartig, kostenlos,
effektiv und ohne Nebenwirkungen: Studien beweisen, dass die
regelmäßige Bewegung nicht für unseren Stürz- und Bewegungsapparat
wesentlich ist, sondern generell eine sowohl kurative als auch
präventive Wirkung hat: Stressabbau, Gewichtsreduktion, Erhöhung der
Knochendichte, bessere Schlafqualität, vermindertes Risiko für
Bluthochdruck, Schlaganfall, Brust- und Darmkrebs sowie Diabetes
Mellitus Typ2.

Zwtl.: Expertenwarnung: nicht auf die ersten Beschwerden warten,
sondern vorher aktiv werden

„Die Konsequenzen eines überwiegend sitzenden Arbeitsalltags
können gravierend sein. Das Sitzen bietet uns zwar Halt und
Stabilität und die Möglichkeit uns zurückzulehnen aber verleitet uns
auch zu einem statischen Arbeitstag in einer Zwangshaltung,“ erklärt
Matthias Welkens , Gesundheitsexperte bei IBG. „Für Betriebe ist dies
die Chance aus einem statischen einen dynamischen Arbeitsplatz zu
machen, die Mitarbeitenden zu sensibilisieren und einzuladen sich
trotz sitzendem Beruf regelmäßig zu bewegen. Für viele ist Bewegung
nicht nur eine körperliche Wohltat, sondern auch ein Turbo für neue
Ideen.“

Zwtl.: Handlungsempfehlungen für Unternehmen

IBG empfiehlt Betrieben Bewegung sowohl im Bereich der Verhältnis
– als auch der Verhaltensergonomie in ihre Unternehmensstrategie und
betriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren:

– Aktive Arbeits- und Pausenroutine: regelmäßig die Arbeitshaltung
wechseln, kurze Bewegungseinheiten – idealerweise alle 2-3-mal pro
Tag für wenige Minuten – anbieten und fördern, eventuell können diese
auch von geübten Mitarbeitenden angeboten werden

– Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Stehpulte, elektrisch
höhenverstellbare Arbeitstische, bewegungsfreundliche Sitzmodelle und
Mikro-Aktivitätsangebote (z. B. Besprechung im Stehen oder Gehen,
Bewegungszonen, aufzugsfreie Tage, Stehecken, …), ergonomische
Arbeitsplatzberatungen, …

– Bewegungs-Kultur verbessern: Sensibilisierungskampagnen, Workshops
mit unterschiedlichsten Bewegungsangeboten zum Kennenlernen,
Vorbildwirkung der Führungskräfte, um Mitarbeitende zu mehr
Alltagsbewegung zu motivieren,

– Betriebliche Angebote forcieren: Bewegungseinheiten wie Yoga- oder
Stretching-Einheiten, flexible Arbeitsroutinen die die Bewegung
fördern, Job-/Firmenrad, gemeinsame Teilnahme an Laufevents o.ä.

„Gesundheit im Betrieb darf nicht erst dann relevant werden, wenn
Menschen krank werden“, so Welkens weiter. „Wir müssen präventiv
denken und organisieren – damit das Sitzen nicht zur Belastung,
sondern als positive Unterstützung wahrgenommen wird.“

IBG GmbH , gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, davon 80 Arbeitsmedizinern und Arbeitsmedizinerinnen,
Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen
Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.